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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Page - 301 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.153–155 301 [5.] Was die gest des hantwerhs herpringent, das sullen sy nicht verkauffen, es ha- ben denn ee die zwen maister beschawt, das es gerecht sey, und denn sullen sy es nùr verkauffen indenhewsern,da sy zeherwerg sindundnindert alswo. [6.] Wo dieselben zwen maister vindent und begreiffent ein werich, dazd nicht ge- recht istd, es seyhiegemachtoderherbracht,das sullen synemenunddemburgermaister antwurten,dasmanesder statzenùtzanlegunddemrichter seinwanndeldavongevallen lass, dennochwil syder ratpessern swerlich.Sprèchaberkainer, syhieten imunrechtlich beschawt, und wolt das werch gerecht machen, das sullen sy im stat tùn vor den andern maisternallen. [7.] Es sullen auch die nètzewgèr den satlèrn in kainem wegen in ir hantwerch nicht greiffen und sullene nicht anders arbaitten denn gnètz oder gestrikchtz werh und kain beslagenswerichnicht, als vonalterherkomen ist. [8.] Es sol auch ain yegleich riemèr ainen yegleichen satlèr, der sein begert, gealawnts geryemzekauffengeben,waserdesbedorf,unddas sol einyegleich satlèrverburhenund verarbaitten zudem,da es zu recht zùgehort. [9.] Essullenauchdie riemèrdensatlern [55v] irhewtwurhenundarbaiten,wennsy ir bedurffen zu irer arbait, umb einen geleihen lon, darumb sy sew andern lewten arbait- tent an alles gevèr. Yegleicher riemer mag auch alle wochen und alle zeit imf selber hewt gewurhen,wie viel erwil oderwas er ir vertùnmagundverkauffen. [11.] Es mùgen auch die satlèr geriem kauffen in den jarmerkchten oder vor den jar- mèrkchten, wenn oder von wem sy wellen vor aller irrung. Auch sol kain riemer nicht sètel vail habennoch furkauffen,die erwider verkauffenwell, dennals vil sy ir zu ir selbs rossenbedurffenangevèr. [12.] Es sol auch kain riemèr kainerlay zawmzeug noch ander sein geriem, wie das genant ist, selbernichtbeslahennoch in seinemhauskainenbeslaherbehalten, sunder sy mùgen ir geriemzubeslahengebendenbeslahern,dieden satlernbeslahent. 155. DerRat [derStadtWien] grenzt dieArbeitsbereiche vonSattlernundZaumstrickernvonein- ander ab. 1440März15. HWOBfol.55v. Literatur:Uhlirz,Gewerbe620,683. Anno Domini etc. MoCCCCoa quadragesimo des eritags nach Judica in der Vassten ha- bent die herren des rats die zway hantwerch satler und zemstrikcher umb ir zwitracht voneinanderentschaiden, alsodasdie zèmstrikchernufurbasernichtmerhalfftern,halff- tertzùgl, unbeslagen steikchleder noch stegraif vail haben sullen, aber die satler mugen halfftern, halfftertzùgl, unbeslagen steigkleder und stegraiff wol vail haben und verkauf- fen. d–d NebenderZeile vonandererHandmitVerweiszeichen eingefügt. e Wahrscheinlichkorr. f -mkorr. aus -n. 155 aÜberderZeilewahrscheinlich vongleicherHand.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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