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Nr.165–166 311
bing, fùr Kernertòr6 und fùr Stubentor7 drey phening, und fùr Werdertòr8 zwen phen-
nig.
[8.] Item man sol auch von dem wagen abtzetragen zu ebner erd nicht mer geben
denn von fùnf stubichen ainen phennig und in die hoch in den hewsern von funf stubi-
chendreyhelbing.
[9.] Item es sol auch nyemant des abends kain kol nicht kauffen denn des morgens
an dem markcht und sol auch kain kolfùrer des morgens nicht abfùren denn nach unser
Frawnambt.
[10.] Item es sol nyemant kol kauffen zu furkauf mer denn sechs wègen im jar, und
derselben sechs wègen sol er nicht mer kauffen denn albeg nùr ain(en) wagen in der
wochenundnichtmere.
[11.] Und wer der stukch ains oder menigers ubervert, der ist vervallen dem richter
seinswanndlsunddartzùwilf inder rat swerlichpùssennachdes rats erfindung.
166.
Der Innere und der Äußere Rat [der Stadt Wien] erteilen eine Ordnung, die Zufuhr von
Gewandbetreffend.
1[3]97April 3.
HWOBfol.67r.
Parallelüberlieferung:T1 fol.25r.
Druck: Schlager, Wiener Skizzen N.F. 3 341f. (HWOB, irrig zu 1497); FRA III/10/1
Nr.147 (T1). –Literatur:Opll,Zeitverständnis 41.
Vondesgewantswegen,dasher genWienngefùrtwirdeta
Anno Domini millesimob nonagesimo septimo an eritag vor Judica in der Vasten ist an
offem markcht verrùfft worden von geschefft und gehaiss des ynnern und des aussern
ratesund ist auchmit fragundmiturtail vervolgtundertailtworden:
e UnterhalbderOrdnungvonandererHandmitVerweiszeichen eingefügt: Itemes solkainkolmessernochkoltra-
gerdhainkol fùrkauffen.Undwelherdasubervert,denwilmansetzen indenpranger [siehedazuuntenNr.184
Anm.1] undvon [danachgestrichen: dem] derarbait [danachgestrichen: uber im] urlaubgeben.Actum [danach
gestrichen: fer-] sabato anteAntoni anno1434 [16. Jänner1434]. f -l korr. aus -r.
166 aÜberschrift rubriziert.AmrechtenoberenRand:Vondesgewantzwegen,dashergenW(ienn)gefurtwirt.
b Der Schreiber vergaß die Angabe des Jahrhunderts. In der wahrscheinlichen Vorlage für das HWOB (T1) fehlt die
Jahresangabe, dadort ohnehinklar ist, umwelches Jahr es sichhandelt.
6 Kärntnertor, Teil der Stadtbefestigung, an der heutigen Kreuzung Kärntner Straße/Walfischgasse/
Philharmonikerstraße (Wien I);nachVollendungdes JüngerenKärntnertores (1548–1552,beimheutigenEck
Operngasse/Philharmonikerstraße)gesperrt,1671/72erneuteröffnetund1858/59demoliert,vgl.O
,Gren-
zen33;P
, Straßen76;O –S
, Schlierbach-Plan45.
7 (Altes) Stubentor, als reiner Torturm Teil der Stadtbefestigung, zwischen den heutigen Hausfron-
ten Wollzeile 38/39 (Wien I) gelegen; die Herleitung des Namens ist unklar; Mitte des 16. Jhs. abgebrochen,
1563durchdasneueStubentorersetzt, vgl.O
,Grenzen33;P
, Straßen142;K
, Stadtmauer84f.;
O –S
, Schlierbach-Plan61.
8 Werdertor, als reiner Torturm Teil der Stadtbefestigung, im heutigen Eck Concordiaplatz/Hein-
richsgasse/Salzgries gegenüber der Ausmündung des Tiefen Grabens gelegen, büßte aufgrund des Ausbaus der
Stadtmauer durch Basteien seine fortifikatorische Funktion in der Mitte des 16. Jhs. ein, wurde aber erst 1880
abgebrochen,vgl.O ,Grenzen34f.;P
, Straßen156;K
, Stadtmauer86;O
–S
, Schlier-
bach-Plan53f.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Title
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Subtitle
- (1364–1555)
- Author
- Markus Gneiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Size
- 17.3 x 24.5 cm
- Pages
- 674
- Keywords
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen