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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Page - 332 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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332 VI.2.Edition [5.] Zuderselbenarbait sol ainmulhofdemandernhelffenanallewiderredvondem alten hof, der der nidrist ist, untz an den obristen; wirt yemand daran begriffen, der der mul daselbs wasser abgrubd und nèm gewaltigklich oder frewntlich, der wer der vorge- nan(ten)herschaft vervallen leibsundgùtz auf gnad,das sagentdie vierbey irmaid. [6.] Die mulln auf der Sweheitt in den vorgenan(ten) aindlef hofen sol nyemant phennden noch phrengen mit wasser, also das man yns nicht nem noch abslach umb wanndelnochumbander schuld.Diegeswornvir sullendiephenndenmitderherschaft poten, die mugent nemen pherd in den hofen und muleysen aus den mulen, das sagent die virpey irnaiden, als es geschriben stet. [7.] Welher mulherr oder mullnèr verleust das wasser aus seinem mulgraben von las- haitodervonunbesicht,davondienidern schadhaftwerden, alsoftunder esverleust, als dikch ist er vervallen zwenundsibentzig phennig der herschaft, sechtzig den gesworn, das sagentdie virpey irmaid. [8.] Kain mullner noch sein verweser, der sol die vier gesworn und irn aid nicht wi- dertreiben in dem rechten, die auf dem wasserrechten von alter herkomen sind. Wer das pricht, der ist zewanndl vervallen zehentphunt,das sagentdie vier. [9.] All die vorgeschriben mul auf der Swechent sol man vahen am sambstag, so sich nacht und tag schaidet, und gevangen halden untz auf den suntag morgen, das ain man den andern wol erkennen mag. Wer das nicht haldet, der ist ze wanndel vervallen ain phuntwachsundzwelf phennig,das sagentdie vierpey irnaiden. [10.] Hebt ain mulnèr den polster hoher mit keylen oder mit andern dingen den obern zu widerswal und zu schaden an des mullnèr wissen, der mullnèr ist ze wanndel vervallenainerhanndoder zehenphuntphennig,das sagentdie vierpey irnayden. [11.] Schewsset ain mullnèr laden oder preter fur den obern zu widerswal und zu schaden, als dikch und er daran begriffen wirt, als offt ist ere ze wanndel vervallen zwelf phennig,das sagentdie vierpey irnaiden. [12.] Welh mulherr oder mullner [79r] ein wùr uberhòht hoher denn rechtes gang des wassers, als offt er das tùt, als dikch ist er ze wanndel vervallen zwenundsibentzig phennig,das sagentdie virpey irnaiden. [13.] Welher mullnèr emphrombdet dem andern ainen pratpekchen, der im nicht verraittet hat nach vergolten, der ist ze wanndel vervallen ain phunt und zwelf phennig, das sagent als die vir geswornbeyayd. d -r-korr. aus -u-. e NachT1; inHWOBirrig: is.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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