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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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348 VI.2.Edition 202. OrdnungderFasszieher. 1412. HWOBfol.88r–v. Parallelüberlieferung:T2 fol.142v. Druck:FRAIII/10/4Nr.1920 (T2). –Literatur:Uhlirz,Gewerbe739. Vonder vastzieherwegena Anno Domini millesimo quadringentesimo duodecimo ist ain ordnung und ain aufsatz gemacht vonder vastzieherwegen, alshernachgeschriben stet: [1.] Item von erst es sullen der vastzieher nùr zwen miteinandèr haben und nicht mer und sullen nemen von ainer eben rest von dem fuder untz auf den wagen achtzehen phennigundvondemdreilingvirtzehenphennig,hinb invomfuder sechtzehenphennig undvomdreiling zwelf phennigb. [2.] Item von ainem keller, der achtzehen oder zwelf staphel hat, der sol geben von dem fuder untz auf den wagen achtundzwaintzig phennig und von dem dreiling zwen- undzwaintzig phennig. Wèr aber, das der keller tieffer wèr und mer staphel hiet denn zwelf, als vil er staphel mer hat, so sol er geben hintzù auf die achtundzwaintzig phennig oder aufdie zwenundzwaintzigphennig zwenphennigvonyedemstaphel. [3.] Item von dem wagen untz in das schef vom fùder achtzehen phennig und vom dreiling virtzehen phennig, herwiderc aus auf den wagen vom fùder zwenundzwaintzig phennigundvondemdreiling achtzehenphennigc. [4.] Itemvonainemfudermòstoderwein inainenkeller ze lassen,derpeyachtzehen oder zwelf staphelhat, vondemfùder achtzehenphennigundvondemdreilingvìrzehen phennig. Wèr aber, das der keller mer staffel hiet denn zwelf, so geb von yedem staphel ainenphennighintzù. [5.] Itemessullenallgest,diebeyderstatnichtkaufthabent,undauchallermèniklich irweagen selberdingenundnichtdie vastzieher. [6.] Item wer wein pey der stat kauft, es sey bùrgèr oder gast, dem sol der vastzieher die wègen bestellen, also das man von ainem fuder most oder wein fùr den Rotenturn1 an das wasser ainem fùerman geben sòl zu lon von ainem fuder zwelf phennig und von demdreiling zehenphennig. [7.] Item geen Altùnaw2 zu dem wasser von dem fuder achtzehen phennig und von demdreilingvirtzehenphennig. 202 aÜberschrift rubriziert. b–b T2 links neben der Zeile von gleicher Hand mit Verweiszeichen eingefügt. c–c T2 linksnebenderZeile von gleicherHandmitVerweiszeichen eingefügt. 202 1 Das Rotenturmtor (Wien I) war fast gänzlich der Stadtmauer vorgelagert und lag im davor ver- laufenden donauseitigen Zwinger; es führte von der Schlagbrücke (heute Schwedenbrücke, Brücke über den Donaukanal) in die Stadt und ist nach dem gleichnamigen Turm der Stadtbefestigung benannt, 1511 wurde derRoteTurmdurchMaximilian I. grundlegendumgestaltet, vgl.O   ,Grenzen35;C     ,LexikonWien4 702f.;K     , Stadtmauer82f.mitAbb.2a;O   –S      , Schlierbach-Plan56. 2 Altdonau (Wien III),Gebiet östlichdesWienflusses, vgl.C     , LexikonWien166.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Categories
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