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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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362 VI.2.Edition wann derselb lerknab im lessten jar steet, so mag dann derselb maister ainen annderen lerknabenaufnemen. [2.] Und ob ainem maister [96v] sein lerknab vor ausgang seiner lerjar hinlùff und widerherkàm, inwelhemjarb daswère, so solderselbknab seine lerjar vonnewemwide- rumb anheben ze lernen. Auch ob derselb hingelauffen lerknab in ainem vierteljars nicht widerkàm, somagdannderselbmaister ainenanderen lerknaben setzenundaufnemen. [3.] Undwannainmaisterainen lerknabenaufnemenunddingenwil,das sol er thùn vordenviermaisternundannderswonicht.Auchobainmaister seinenlerknabenzehertt hielt, das solundmagderselb lerknabandie viermaisterbringen, imdas zewenden. Auchhat imder ratgantzenundvollengewaltvorbehalten,dievorgeschribenartigkel zemerenundzeminnern,wieundwann indas gevellet. 218. DerRat [der StadtWien] erteilt denHufschmiedenaufderenBitte eineOrdnung. 1428August 17. HWOBfol.97r–v. Parallelüberlieferung: T3 fol.289v; inseriert in: NÖLA, Hs. StändA 412 fol.7v–8r (Markt- buch von Perchtoldsdorf, Ordnung der Perchtoldsdorfer Hufschmiede vom 13. Dezem- ber1454). Druck: Katzberger, Perchtoldsdorf 567–569 (NÖLA, Hs. StändA 412). – Literatur: Uhlirz, Gewerbe648;Zatschek,Handwerk102;Zatschek,Handwerksordnungen34. Derhufsmid rechta Nach Kristi gepurd viertzehenhundert jar und in dem achtundzwaintzigistem jar des eri- tags nach unser Frawntag Assumptionis habent die herren des rats ain ordnung gemacht und aufgesatzt under den hùfsmiden hie durch irr vleissigen pet willen, als hernach ge- schriben stet: [1.] Von erst sich sol kain hùfsmid ze maister setzen, er pring dann ee urkund, von dann er komen ist, das er sich daselbs frumklich und erberlich enthalten hab, oder er beweis es hie vor dem rat mit erbern lewten, und das er auch ain eelich hausfrawn hab und burgerrecht gewinn mit ainem halben phunt phennig und geb in ir zech auch ain halbphuntphennig. [2.] Sy sullen auch under in erwellen und nemen zwen maister, die erber und getrew seinunddie inder ratbestètten sol. [3.] Dieselben zwen maister sullen die versuhen, die sich zu maister setzen wellent, ob sy irs hantwerchs maister mugen gesein oder nicht, damit dasselb ir hantwerchb nicht werdnidergelegtc, sunderdas es aufnemaneren, lobundgùt. [4.] Undwodieselbenzwenmaistervindentundbegreiffent ainwerich,dasnichtge- recht ist, es sey hie gemacht oder herbracht, das sullen sy nemen und dem burgermaister antwurten,dasmanesder stat zenutzanleg.Sprèchaberainerd,manhiet imunrechtlich beschawt,undwoltdasweisen,des sullen sy imstat tùnvor andernmaisternallen. b j-korr. aus d-. 218 aÜberschrift rubriziert. Am rechten oberen Rand: Der hufsmid recht. b Danach Rasur, wohl ursprünglich nider. c nider- überderZeile von gleicherHand. d k- gestrichen.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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