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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Nr.217–219 363 [5.] Undwasgesthùfeysene oderhufnegelherbringent,das sullendieselbengestnicht verkauffen, syhabentesdanneeynnerzwain tagendieegenan(ten)zwenbeschawmaister angevailt.Dieselbenzwenmaister sullendenndasdie andernmaister anbringen,ob sy es von in kauffen wellen oder nicht. Und ob die maister [97v] nach denselben zwain tagen vondengestennichtkauffentoderob symitdenselbengestennicht zeitleichmitkauffen wolten, so sullendie gest ir gùt verkauffenundgeben,wemsywellen. Auchhat imder rat gantzenundvollengewalt vorbehalten,die egenan(ten) artikel ze mynnernundzemern,wennundwieoft sydes verlustet. 219. BürgermeisterLienhardRadaunerundderRatderStadtWienerteilendenHufschmiedenauf derenBitte eineOrdnung. 1488Mai31. HWOBfol.97v. Teildruck:Feil,Beiträge281.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe648. Nacha Cristi geburd viertzehnnhundert und in dem achtundachtzigistnn jar des sambs- tag sand Petronellnntag habn die furssichtignn, ersamen, hochweisnn herren Leonnhart Radawnner, zu den czeitn burgermaister, und der rat gemain der stat zu Wienn ain ord- nunggemachtundaufgesatztunderdenhuefsmidnhiedurch ir vleissignnpetwillnn, als hernachgeschribnn stet: [1.] Vonerst sich sol chainhuefsmidzemaister sètznn, erbringdanneeurkund, von dann er chomen sey, das er sich daselbs frùmbklich und erberlich ennthaltn hab, oder er beweis es hie vor dem rat mit erbernn lewtnn, und das er auch ain eeliche hawsfrawen hab und burgerrecht gewinn mit ainem halbn phund phennig und gèb in ir zech auch ainhalbphundphennig. [2.] Sy sullnnauchunder inerwellnnundnemenzwenmaister, die erberundgetrew seinnunddie inder ratbestèttnn sol. [3.] Dieselbnn zwen maister sullnn die versuechnn, die sich zu maister sètznn wel- lennt, ob sy irs hantwerichs maister mùgen gesein oder nicht, damit dasselb ir hanndt- werichnichtwerdnidergelegt, sonnderdas es aufnembanern, lobundgut. [4.] Und wo dieselbnn zwen maister vindent und wegreiffennt ain werch, das nicht gerecht ist,esseyhiegemachtoderherbracht,dassullnnsynèmenunddemburgermaister antwurttnn,dasmanesderstatzunùtzanleg.Sprèchaberainerb,manhat imunrechtlich beschawtt,undwoltdasweisnn,das sullnnsy imstat tuenvoranndrnnmaisternnallenn. [5.] Und was gesst huefeissnn oder huefnègl, phluegeisnn, phennwartnaglc, lattnn- nagl, verschlachnagl, schnittlnagl, schyn, zennttneisnn oder beslagnn wègnn herbrin- gennt, das sullnn dieselbnn gèsst nicht verkauffnn, sy habnnt es dann ee inner zwain tàgnn die ebegnannttn zwen beschawmaister beschawn lassn und angevailt. Dieselbnn zwenmaister sullnndenndasdie andrnmaister anpringn,ob syes von inkauffenwellnn odernicht.Undobdiemaisternachdieselbnzwaintàgnnvondengesstnnnichtkawffnnt e -eysen aufRasur. 219 aAm oberen Rand der Seite nachgetragen, durch einen Pfeil auf den freien Platz über der Ordnung verwiesen: Aberainordnungdenhuefsmidn. b ch-gestrichen. c DurchTrennstrichvomursprünglichzusammengeschrie- benennächstenWort getrennt.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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