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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Page - 371 -
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Page - 371 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.224–226 371 [4.] Item ob ain fraw witib wùrd auf dem hantwerch, die mag die werchstat halden und die mit ainem gesellen verwesen, der arbaitten kunn, auf ain gantz jar und nicht lenger. Wolt sy aber lenger daruber arbaitten, des sol man ir nicht gestatten, sunder die werchstat zusperrend. [5.] Iteme es sol auch kain tuchbraitter kainerlay tuch weder alts noch news schern, nùr alain die tuch, die sy selber beraitten auf den kauf, die mùgen sy wol schern zu dem slag, aber die sy verkauffent, der sullen sy kains nicht schern. Und welher das uberfert, der sol der stat des werchtzeugs vervallen sein und dartzù des gewantz altz und news und dartzù in ir zech funfphuntwachs. [6.] Itemes sol auchainyglich [103v] maisternùr ain(en) lerjungerhaben. [7.] Itemessullenauchdietuchscherèrgemainklicharmundreichdenzwaingesworn maistern in allen sachen gehorsam sein, wann sy die vordernt oder die bedùrffen, das des furstenundder statnùtzunder sey. [8.] Item und wann von samungf und aynikait der gesellen vil aufsètz und newung erdachtwerden,dieder stat,demhantwerchunddenmaisternschadenbringent,darumb solainyedermaister seinegesellenunddienerdartzùhalden, soerpestmùg,das seindie- ner zu solher samnungg nicht komen. Welher maister aber des nicht gehorsam wèr, das derdarumbvondemrat gestraftwerdnachdes ratz erfindung. Auch hat im der rat vorbehalten gantzen gewalt, die egenan(ten) artikel ze mynnern undzemern,wieundwennsydes verlusteth. 226. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien erteilen den Tuchscherern einen Zusatz zur Ordnung, derenLohnbetreffend. 1551 Juli 14. HWOBfol.104r. Der tuechschererordnungzuesatz von ires lonswegen Anno Domini millesimo quingentesimo quinquagesimo primo, am vierzehennden tag des monats Julii, haben die herrn burgermaister und rate der stat Wienn auf anlann- gen der maister tuechscherer hanndwerchs daselbst unnd nach genuegsamer darùber gehebtererkhonndigungdisenfolgenndenzuesatz ire tuechschererlònbetreffenndtzuirer hanndwerchsordnung in das stattpuech eintzuschreiben bevolhen lauttund, wie hernach stet: d Über der Zeile wahrscheinlich von gleicher oder zeitnaher anderer Hand, darunter gestrichen: zusprec[h]. – T3: zusperren. e Artikel durch zwei eckige Klammern gekennzeichnet. f Über der Zeile wahrscheinlich von glei- cher oder zeitnaher anderer Hand, darunter gestrichen: sawm. – T3: sammung. g -m- korr. h Unterhalb der Ordnung, abgeschabt: Deo gratias. Wiederum darunter, aber gestrichen: Anno Domini MCCCCoLXXVIo jar [!] habnt mein herrn her Hanns Heml, burgermaister, und der rat gemain der stat zu Wienn den erbern maistern den tu˚chscherern. Textbricht hier ab.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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