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Nr.233–235 383
234.
DerRat [derStadtWien] grenzt dieArbeitsbereiche von JoppnernundKäufelnAmHof von-
einander ab.
1433 Juni13.
HWOBfol.113r.
Druck: Schlager, Wiener Skizzen N.F. 3 340f.; Feil, Beiträge 282. – Literatur: Uhlirz, Ge-
werbe715.
Der joppmerundkeùfflamHofentschaidunga
Anno Domini etc. tricesimo tercio an sambstag vor sand Veitstag bey zeiten hern Kun-
rats des Hòltzlèr, burgermaister, habent die herren des rats die joppnèr und die kewffel
amHof1 voneinandermit irèr aribait entschaiden, alsodazdye joppnèrnu˚er joppenund
nestelkitel machen und vail haben sullen ungevèrlich, aber die keùffel sullen ir aribait
hanndeln und machen, als ire recht in dem statpuch geschriben aufweisent ungeverlei-
chen.
235.
HerzogAlbrecht [V.] vonÖsterreich verbietet denFürkauf vonGetreide.
1433 Juli 25,Wien.
HWOBfol.114r.
Teildruck:Mayer,Handel 61f.
Emphelhbr(ief) vondes traidfurkauffenswegena
WirAlbrecht,vonGotesgnadenhertzogzeOsterreich,zeSteyr,zeKerndenundzeKrain,
marggraf ze Mèrhern und grave ze Tirol etc., embieten unseren lieben getrewn .. allen
herren, rittern und knechten, phlegèrn, purgkrafen, burgermaistern, richtern und ambt-
lewtten niderhalb und ob der Enns, den der brief gezaigt wirt, unser gnad und alles gut.
Wir sein kuntleich underweiset worden, das der fùrkauf, den meniger mit swèrm und
ringen getraid in dem jar getriben habent, gross schoden pracht hat, wann hiet man den
fùrkauf nicht als vast getriben, so wer der getraid in geleicherm kauf beliben, denn also
beschechenist.Undwannunsyetzaberhatangelangt,wiemenigerenhalbundhiedishalb
der Tunaw hewrigen getraid fùrkaufft haben und noch fùrkauffen mer denn sy zu spei-
sunginirhausungbedùrffen,unddeninschùtenbundauftewrungmaynenzuhalten,das
uns vast missvelt, wann zu besorgen ist, solt solher fùrkauf nicht understanden werden,
das aber ain merkchliche piklein aufersten wurd, die der gantzen lantschafft ze schaden
kèm, emphelhenwir ewallenundewryegleichembesunderundwellengar ernstlich:
[1.] das ir ewren lewtten solhen furkauf swèrs und gerings getraids verbietet und den
auf allen mèrkchten offenlich lasset verrùeffen, das den hinfur nyemant treib weder auf
den merkchten noch auf dem lannd, es sey dann, das ainer im selber zu speisung und
notdurfft in seinbehausunggetraidkauffenwell, daran solman innicht irren.
234 aÜberschrift rubriziert.
235 aÜberschrift rubriziert. b -s- korr. aus -t-.
234 1 ZumPlatzAmHof sieheobenNr.33Anm.1.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Title
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Subtitle
- (1364–1555)
- Author
- Markus Gneiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Size
- 17.3 x 24.5 cm
- Pages
- 674
- Keywords
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen