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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Page - 395 -
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Page - 395 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.243–245 395 [2.] Es sol auch voraus kainem knechtt erlaubt sein ze feyren an ainem werchtag an redlicheùrsachunderhaftigenòt,die er seinemmaister angevear zuerchennengeben sol. Welicher aber dawider tùt, so sol im sein maister dieselben wochen kaines wochenlòns suldig [!] sein zugeben. [3.] Item es sol auch nèmlich verboten sein allen hantwerherknechten, daz sy under in selbs den maistern das gesind nicht niderlegen, hindern noch verpieten in kainerlay weise, und ir selbs richter nicht sein. Welher gesell aber zu ainem maister oder zu ainem andern gesellen icht hat zu sprechen, umb was sachen daz sey, der sol und mag das tùn vor dem statrichtter, als recht ist, dem sol dann einb gleichs fùrderlichs recht widergeen. Wèraber,dazdiemaisterwider irknechttoderknechttwider irmaister icht zwilewfoder stòss hieten oder gewunnen, darumb sol sy ein burgermaister und der rat entschayden, als daz vonalter ist herchomen. [4.] Essolauchkainhantwerchsknechtdesnachtsnachderpìrglokkennichtgeenauf der gassenan liecht. [121v] [5.] Welich knechtt aber die vorgenan(ten) artikel nicht gèntzlich stèthielten oderhabenwoltenunddie inainemodermenigern stukchenwissentlichuberfùren,oder welher maister seinen knechten irer alten unordnung wider das gesetz mer gestattet oder verhenget, denoderdiewilder rat swèrlichdarumbstraffen.Mòchttmanaberderselben knechtt hie nicht begreiffen, so wil in der rat an allen enden also nachschreiben, daz sy unerberleichundalsdiewider ain(en)gemainennutzundaufsatzungdes ratshaben sein wellen von hynn geschaiden sind, darumb sy dennoch vestiklich gestrafft und fùrbaser hienichtmer aufgenomennochgefùrdert sullenwerden inkainerlayweise. 245. Bürgermeister Hans Haringseer und der Rat der Stadt Wien a) entscheiden einen Streit zwischen den Sporermeistern und -gesellen und b) legen die Arbeiten fest, für welche die Spo- rergesellen ihrTrinkgeldbekommen. 1444Februar11. HWOBfol.122r–123r. Teildruck:Feil,Beiträge283.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe655;Hollnsteiner,Lehrlings-und Gesellenwesen74. [a] Derausspruchundordnungdermaisterder sparèrhieunnd irer gesellena Hie sind vermerkt die stuckh und artigkl, darinn die maister die sparer und ir geselln miteinander stòssig gewesen sein, darumb wir Hanns der Haringseer, zu den zeiten bur- germaister, und der rat gemain der stat zu Wienn sy entschaiden haben, des sych nu˚ furbaser ain tail gen dem andern halden sol, und haben auch dieselben artigkl in das statpuch geschafft ze schreiben an eritag nach sand Scolasticatag nach Cristi gepurd vir- tzehenhundertund indemvìrundvirtzigistenn jare. [1.] Von ersten wenn ainer zwen sparn an den stanngen lèt abnemen oder ain sparn an ainer gappel zuprichtt oder an ainem rèdlein, oder wellentb ain sparn wirt zuprochen, so das in ains maister werchstat kùmbt das ze machen, davon sol der lon dem maister gevallenundnichtdengesellen. b Korr. 245 aÜberschrift rubriziert. b Vermutlich verschrieben für welhem.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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