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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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398 VI.2.Edition 247. DerRatderStadtWien erteilt denKäufelnAmHof eineOrdnungaufgrund eines vondiesen vorgelegtenEntwurfs. 1444Mai7. HWOBfol.124r. Teildruck: Schlager,WienerSkizzenN.F.3341. DerkeùfflamHof1 rechtundordnunga Anno Domini millesimo quadringentesimo quadragesimo quarto des phintztags vor sant Pangrètzentag kamen fùr den rat der stat zu Wienn die maister die keùffl gemaincleich und paten mit fleisse, das in der rat die hernach geschriben artigkl zu aufnemung irs hantwerchs bestètten und in das statpuch zu schreiben schaffen solten; das also derselb ratdurch irerfleissigenpetwillengetanhat, und lauttentdieselbenartikl also: [1.] Von ersten welicher sich nu˚ furbaser auf dem hantwerch hie zu maister setzen welle, der sol urkund pringen, von dann er kòmen ist, das er sich daselbs erberlich und frùmklich enthalden und seine lerjar ausgedint hab, oder er beweis das hie vor dem rate, und das er auch ain eelich weib hab und pey im wonhafft sey und burgerrecht gewinn mit aim halben pfunt pfennig und geb in ir zech auch ain halb pfunt pfennig und zway pfuntwachss. [2.] Auch sullen sy zwen erber maister under in erwellen, die in der rat bestètten sol, die sullendenndieversùhen,die sichnu˚ fùrbaser zumaister setzenwellent,ob symaister mùgen gesein oder nicht; wann ein yeder, der maister werden wil, der sol vor denselben zwain beschawmaistern das hantwerch beweisen, also das er zuesneyden und machen sol ainen manns manntl, ainen manns rokch und ainen frawn rokch, das aus tuch gesni- ten sey, des man ein ellen geit, umb vìrundzwaintzig pfennig oder darhinder und nicht hinùber an gever. Erkennent denn die benan(ten) beschawmaister, das der mit solichen stuckhengenùgsamlichenbestanden sey, so sol erdannzumaister aufgenomenwerden. [3.] Itemwennainsmaisters sunzumaisterwirdetoderdas einanderr,der ainsmais- terstochttereelichennymbt,meisterwerdenwil,derselbenainersolnu˚rzwaypfuntwachs indie zechgebenund istdeshalbenpfuntpfennigvertragen. [4.] Item ob eins maisters weib verwitibt wurd, die mag auch das hantwerch treiben undarbaitten,dieweil sywitib ist, als einmaister an irrungungevèrlich. [5.] Und was sy anderr gerechtigkait von irs hantwerchs wegen in dem statpuch ha- ben,die sullenpey irnkrefftenbeleibenanall austzùgangevèr. Dochhat imder rat gantzenundvollengewalt vorbehalden,dieobgenan(ten) artigkl zuverkern, zemynnernoder zemern,wieundwennsydes verlusst. 247 aÜberschrift rubriziert. 247 1 ZumPlatzAmHof sieheobenNr.33Anm.1.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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