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414 VI.2.Edition
261.
BürgermeisterStephanTenkundderRatderStadtWienergänzendieOrdnungderDrechsler
undgrenzendieArbeitsbereichederselbenundderSchäffler voneinander ab.
1542April 13.
HWOBfol.138r.
Teildruck:Uhlirz,Urkunden2Nr.15.696.–Literatur:Thiel,Gewerbe481.
Anno Domini millesimo quingentesimo quadragesimo secundo am phinntztag, den
dreitzechennden Aprillis, haben die edlen, ernvesten, hochgelerten, ersamen, hochwei-
sen herrn Steffan Tennckh, bĂąrgermaister, unnd der rat der stat Wienn in den irrungen,
so sich zwischen iren mitburgern, denen drĂ chslern unnd schĂ fflern, ain zeitlanng heer
gehallten, durch ir verornnd commissarii erkhundigung phlegen lassen unnd angewgta
unainigkhait mit nachvolgennden artickhln, so mit irem gueten willen beratslagt unnd
beslossen, hingelegt, auch volgennds zu bemellter draxler und schĂ ffler ordnung zu
schreiben bevolhen, nemblich, allso das nun furan die schĂ ffler muelltern, grab- unnd
windtschaufeln, auch mistgapln sambt dem drĂ chslwerch, so die drĂ chsler alhie machen,
offenlich in iren là den nimer wie ain zeit her faill haben, sonnder darvor ennthalten sòl-
len; aberdie jetzangezaigtenviergattungdrà chslwerchmògensy imsambkhaufhieunnd
inoffen jarmĂ rckhtenwoll verkhauffen.
262.
Bürgermeister Christoph Haiden und der Rat der Stadt Wien ergänzen die Ordnung der
Drechsler und grenzen die Arbeitsbereiche derselben, der Schäffler und der Schachtelmacher
voneinander ab.
1551März7.
HWOBfol.138r–v.
Teildruck: Uhlirz, Urkunden 2 Nr.15.733. – Literatur: Thiel, Handwerkerordnung 59;
Thiel,Gewerbe481.
Drexler, schĂ fflerund scatlmacherordnungzuesatz
Anno Domini millesimo quingentesimo quinquagesimo primo am samstag, den sibenn-
den tag Marcii, haben die edlen, ernvesten, hochgelerten, ersamen, hochweisen herrn
Cristoff Haydn, burgermaister, und der rat der stat Wienn auf genugsame gehaltne er-
khundigung in den irrungen und stritigkhaiten, sich zwischen iren mitburgern maistern
drexlerhandwerchs an ainem und denen schĂ fflern unnd scatlmachern alhie annders-
tails ain lannge zeit her gehalten, zu hinlegung bemelter stritigkhait und irem aufnemen
volgenndarticlbeschlossenunndzu irenordnungenzuschreibenbevolhen,die alsovess-
tigclich zehaltnunnddarwidernit zehanndlena.
[138v] [1.] Erstlich sollendiemaisterdrexlerhieallesundyedesdrexlwerch, so symit
iren hannden machen oder machen khĂąnden, nichts ausgenomen, unnd sonderlich was
von Perchtoldsgarn1 und annderb orten herbracht wirdet, was den zirkhl berĂąrt, sambt
261 aSoHWOBvielleicht verschrieben fĂĽr anzewgt.
262 aAmunterenRandvon spätererHand: ferte. b Korr.
262 1 Berchtesgaden,Deutschland.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Title
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Subtitle
- (1364–1555)
- Author
- Markus GneiĂź
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Size
- 17.3 x 24.5 cm
- Pages
- 674
- Keywords
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen