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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Nr.272–274 423 bevelh und entschaid herrn Hannsen Witl2, gemelter kùnigclicher mayestat secretarien, hanndschrifftaufainersuplicaciongeschriben,geanntwùrt,nachmalsdurchkù(niglicher) m(ajesta)t òbristen hawbtman und regennttn bevolhen worden, sòlhen bevelh und en- schaid in das statbuch zu schreyben, wèlher dann von wort zu worten lawttet also: Den hùttern zuKrembs ze sagen,die freyhait inenzugèben sey abgeslagen,danndiehùter zu Wienndadurchmit irer arbait gar erlègtund ir freyhaitundaltsherkòmendamitvertilgt wùrde,deshalbendiehùter zuWiennbey iremaltemherkòmenund freyhait zu lassen. 274. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien a) erteilen den Leinwatern auf deren und des [Bürger-]Spitalmeisters Bitte eine Ordnung und b) regeln die Qualitätskennzeichnung von Leinwänden. 1453August4. HWOBfol.144r. Parallelüberlieferung: WStLA, Sammlungen, Handschriften, A 307 fol.1r–2r (Zechbuch der Leinwater, 2.H.16.Jh. [ZBLW]). Literatur:Uhlirz,Gewerbe735;Zatschek,Handwerk106;Perger,HoherMarkt53. Der leinwaterordnung [a] AnnoDomini etc. quinquagesimo tertiodes sambstagsnach sandSteffanstag imSnit habent die ersamen, weisen .. der burgermaister und der rate der stat hie zu Wienn auf des spitalmaisters1 undder leinbater anrùffenundbegerndurchgemainsnutzswillenein solheordnunggemachtundgesatzt: [1.] Vonerstendas alledie leinbater, die leinbathie versneidenwellent, yeder ain stat aufdemLeinbathaws2 haben sull unddieselben leinbatstet sùllenall aufgeschribena wer- den und von erst ainsten sullen sy umb die stet all lassen und sich yeder derselben stat, die immit las gevellt, aingantzmoneidhaben. [2.] Item darnach zu ausgang des moneids sullen sy all gemainkchlich umb ain stant rukchen und umbsten, desgeleichen ùber yedes moneid aber umbsten, damit ainer fùr den andern nicht vortail in den stènten hab, nachdemund sy doch ebengleich davon dinst geben. [3.] Item es ist auch beredt, das kainer sein leinbat schull aufpinten, ee man verlewtt indenratoder zuderselbenhor, sumerundwinter. Somanaberverleutthat, so schullen oder mùgen sy miteinander aufpinten, daselbs sten und vail haben, untz das man vesper verleùtthat. 274 aAuchLesung ausgeschribenmöglich, jedochistderAnsatzeinesMittelbalkenszwischen -f-und -g-zusehen.– ZBLW: ausgeschriben. 2 Hans Witl war Sekretär Maximilians in der niederösterreichischen Kanzlei. Als solcher wird er bei- spielsweise in von Maximilian ausgestellten Urkunden vom 2. Oktober 1503 und vom 3. März 1504 genannt, vgl. RI XIV/4/1 Nr.17709, 18316. Offenbar tritt er noch im Jahre 1524 in dieser Funktion auf, vgl. R   , Fürst 291Anm.382. 274 1 ZumWienerBürgerspital sieheobenNr.37Anm.2. ImJahr1453warKristanPrennerSpitalmeis- ter, zu ihmsieheP     ,Ratsbürger172Nr.55. 2 DasLeinwandhaus standaufdemheutigenArealHoherMarkt4/Landskrongasse8 (Wien I); 1369 wurdedasHausvomWienerBürgerspital erworbenunddiente alsZech-undVerkaufshausderLeinwater, vgl. KarteobenS.145;C     , LexikonWien417.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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