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Nr.276–277 427
Auchhat imderratgantzengewaltvorbehalten,dievorgnan(te)ordnungzuverchern,
zemynnern, zemernnachgelegenhaitder sachodergantz abtzenem(en),wieundwansi
des verlust analle irrungc.
277.
DerRatderStadtWien erteilt denLeinwaternaufderenBitte eineOrdnung.
1479 Juli 20.
HWOBfol.146r.
Parallelüberlieferung:WStLA,H.A.-Akten150/15.Jh. (Abschrift 16.Jh.).
Literatur:Uhlirz,Gewerbe735.
Der leinbaterordnung
Anno Domini millesimo quadringentesimo septuagesimo nono an eritag vor sand Ma-
ria Magdalentag bey zeiten des edln, vestn ritter hern Larenntzen Haidn, burgermaister,
habennd die herren des rats der stat zu Wienn den leinbatern gemainklich, iren mitbur-
gern, durch irer vleissign gebete, auch gemains nùtzs und aufnemen irs hanndels willn,
ainordnunggemachtundgebndie artikl, als hernachgeschriben stent:
[1.] Von erstn waz leinbat herbracht wirdet, es sey durch ain(en) burger, gast, lein-
bater oder ir knecht, daz solhs leineins nicht sol aufgepunten noch aufgeslagn werdn, es
sey dann ee durch die zwen gesworn beschawer der leinwater besicht und beschawtt, daz
es innen als aussen gùt sey, auch die rechtt praitt und lenng hab; und so es also gerecht
gefundn wirdet, alsdann sol es derselb, des solh leinbat ist, oder, ob er nicht hie wèr, sein
knecht, seins herren zaichen darauf setzen, damit es in ains anndern gwalt mùg erkennt
werden, und darnach die leinbater hie anpieten und drey tag vail habenn. Und ob die
leinbater solhs leineins indenselben tagennichtkaufften, somùgnsydanndasselbverrer
burgernhiewolgebnundverkauffensamweisoder stukhweisundnichtnachderellenze
aintzign versneidn, daz die burger hie, die nicht erbburger sein, als hu˚nrrairer und ander
sòlha, daz auf fùrkauf nicht kauffn, auch daz hie nicht widerumben verkauffen; aber die
gesst sullen von anndern gestn hie solh leinbat alain sambweis und nicht stùkhweis noch
ellnweis kauffenn.
[2.] Item welher ain leinbater ist, der sol kain annder hanndtwerch nicht treiben,
sunnder ainshanndlsbetragen.
[3.] Item es sol nyemannds leineins mit der ellen hie versneiden haimlich noch of-
fennlich, er hab dann daz recht und sey in irer brùderschaft und hab ain geschribne stat
aufdemLeinbathaws1.
c Unterhalb der Ordnung von anderer Hand: Nota das obgemelt hàsiberhanndwerch haben die herrn bu˚r-
germeister und rate auf desselbenn hanndwerchs vleyssig bete zw den zwain hanndwerchen cammern und
pùrstenpintern gegebenn, allso das alle drew hanndwerch ain zech sein und nwr zwen zechmaister jerlich aus
ine erwellen und haben sollen etc., als dann das bey derselbnn cammern und pùrstenpinter ordnung in disem
pùchgeschribenn steet, folio27. Siehe obenNr.96,97.
277 aH.A.-Akten150/15.Jh.: sollen.
277 1 ZumLeinwandhaus sieheobenNr.274Anm.2.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Title
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Subtitle
- (1364–1555)
- Author
- Markus Gneiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Size
- 17.3 x 24.5 cm
- Pages
- 674
- Keywords
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen