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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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444 VI.2.Edition 292. a) Der Schlosser Erhard Riener beklagt sich beim Bürgermeister und Rat [der Stadt Wien] überdie Schlosser. [vor1463September6]. HWOBfol.158r. Literatur:Uhlirz,Gewerbe620;Opll, Leben1107. ErhartsRyenèr claguberdiemaisterder slosser gemainclichhie zuWienn Ersamen, weis, genedigen, lieb herren her burgermaister und all herren des rats. Ich gib ewernweishaitenzuerkennen,dasmirdieerbernmaisterdie slossermeinshantwerchsals an dem achten tag Gotzleichnam ettlich miteinander ein besambung wider mich gehabt habenund in irerbesambungmiteinanderettlichainswordensein,michzuhindernund irrung pringen meins hantwerchs und mir durch die zechmaister des hantwerchs ain zù- sagentanhabenbestymbt,mitnamenPeterYèchingerundThomanDornplùd,alsowie- undichsewgeunertsolthabenanGotzleichnamtag,alsowellensewmichauchwiderumb ern, mich und mein gesindt. Genedigen liebn herren, darauf gib ich ewrn weishaiten zu erkennen, das ich hab gehabt ainen diener meins hantwerchs, [der] von stund an aufge- standen ist von meiner arbait aus meiner werchstat. Genedigen herren, nu˚ hab ich den knecht zu red gesatzt zwischen mein und sein, warumb er mir aus meiner werchstat auf- stee und mich meiner arbait zu irrung leg. Also hat mir der knecht antwu˚rt geben: Ich hab wol vernomen, was euch dy maister zugesagt haben. Wenn und das sach ist, das ir euch mit den maistern veraint, so wil ich euch hinnach als gern arbaitten als vor. Gene- digenherren,dadurchmagewrweishaitwol versteen,dasmirmeinhandl, gewerbmeins hantwerchs und werichstat und gesindt entwert pin, damit mir und meiner hausfrawn und mein gesindt unnser narung entzogen wirt. Genedigen herren, so lass ich mich be- dunkchen, das solhs ir fùrnemen beschech villeicht aus neyd. Genedigen herren, also pin ich meins hantwerchs syder des achten tag nach Gotzleichnambstag entwert, genedigen herren, und bedunkcht mich das gar unpilleich sein, das ich meins hantwerchs auswen- dig ewrs anlangens erhindert pin, des ich zu grossem schaden kùm, wenn hietten sy icht vermaint zùspruch hintz mir ze haben, das wolt ich in gern vor ewern gnaden und weis- haiten verantwu˚rtten haben. Genedigen herren, bedeucht euch, daz sy meins anbringens beswèrtwèrn,daswell uns ewrgnadundweishait entschaiden. ErhartRyenner b) Die Schlosser antworten dem Bürgermeister, Richter und Rat [der Stadt Wien] auf die Beschwerdeschrift desErhardRiener. [vor1463September6]. HWOBfol.158r–v. Teildruck:Feil,Beiträge287;Uhlirz,Urkunden2Nr.15.356. Der slosser antwu˚rtwiderdenRyener Edler, vester ritter, ersamen, weisen, genedigen herren her burgermaister, her richter und allherrendes rats.AufErhartsRienerclag,wieettlichunderunsain sambnungsullenge- habthaben,darinn sy ainsworden sein, in seinshantwerchs zu irrenund imdurchunser zechmaisterainzusagensullengetan,wieerunsungeeret sullhabenanGotzleichambstag, also wellen wir in auch und sein gesind hinwider ern, dadurch im sein diener von seiner
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Categories
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