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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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458 VI.2.Edition 300. OrdnungderFlaschenschmiede. 1479September28. HWOBfol.166v–167r. Teildruck:Feil,Beiträge287.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe625,631,662;Zatschek,Hand- werk201. Derflaschnsmidordnung AnnoDomini etc. septuagesimononodes eritags vor sandMichelstagbeyzeitndes edln, gestrengen und vesten ritter hern Larentzn Haidn, zu den zeitn burgermaister, und des ratsgemainder stat zuWiennistdenmaisterndenflaschnergemainclichhie, irnmitbur- gern, durch irer vleissign bet und aufnemen irs handwerchs willen ain ordnung gemacht undaufgesetzt, als hernachgeschribn stet: [1.] Von ersten welher sich auf dem handwerch zu maister setzen welle, das er ur- kund bringen sol, wie er mit gebùrd herkomen sey, oder beweis es hie vor dem rat mit erbern leùten,undsol auchainelichweibhabenundburgerrechtgewynnen,als vonalter herchomen ist. [2.] Esmagauchainyedermaister [167r] irshanndwerchsnu˚ furandreygesellnund ain(en) lerjunger habn und setzen. Und so yeder also drey geselln hat und ob dann mer gesellnherchomenund furdrungaufdemhandwerchbegertn,die sulln auchgesetztund gefu˚rdertwerdnan irrung. [3.] Undyedermaister solhienichtmerdannain(en)offen ladenhabn,darinnerdie arbait seinshandwerchsmagverkauffenundhingeben. [4.] Es sol auch kainer flaschn, giesvas, vischkessl noch gesmeltz zaphn aus verzintn eisn machn, sunder sy sulln solhs aus raben eisn smidn, darnach verzinen und dann solh arbait daraus machen. Und wo man ain arbait oder werch irs handwerchs dawider be- greifft undankumbt, solmanzuder stathanndennemen. [5.] Es sol auch kain maister beraite arbait irs handwerchs, die ausserhalb der stat hie gemacht ist, nichtherbringen inkainweis.Welherdawider thut,demsoldieselbig arbait auchzuder stathandngenomenwerdn. [6.] Item so ain maister umb werchzeug ausziehn wil, der sol das vorhin in das handwerchverkundenundzuwissn tun.Undwelherdannseingeltmitschikhtundwag- nuss hat, der sol dann in demselbn werchzeùg tail mithabn und nemen nach anzal seins gelts. [7.] Itemwasabersolhs irswerchzeugsvonburgernodergesstenherbrachtwirdet,der sol das gantz handwerch angeboten werdenn, und mugen auch den samentlich mitein- ander kauffn und yedm gevalln, was er ungeverlich zu bezaln hat und vermag, wie er des an dem verkauffer stat findet. Welh des aber nicht vermocht zu bezaln, so mugen dann die andern maister wol kauffn und sein demselbn kain(en) tail schuldig volign zu lassn ungeverlich. [8.] Item es sulln auch die maister jerlich under in erwelln zwen beschawmaister, die erber und getrew sein, und die des nagstn rattags nach Weinnachten jerlich fur den rat hiebringenundsullndanndaselbsgehorsamthu˚nundswèrn,das sydemarmenalsdem reichen getreulich und ungeverlich beschawn welln, auch die versuhn, so sich auf irem handwerch hie zu maister setzn welln, ob sy maister gesein mugen oder nicht. Und was dieselbn beschawmaister also unrecht und valsch arbait finden, das sulln sy mit ains bur-
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Categories
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