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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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460 VI.2.Edition machen,das solman imstat tu˚nvordenandernprantweinerundhenglbeiner alln. [4.] Und [sy] mùgen auch den prantwein vail habn und verkauffn an gwondlichn steten, als vonalterherkomen ist. [5.] Item was sy leger hie von klosterleùten, burgern oder inwonnern der stat kauffn oder nemen, das sulln sy albeg thùn nach dem virtailschaff mit der stat hèm hie gefàcht, und das betzaln, wie sy es an dem verkauffer stat findn. Und welh das uberfùrn, die wil man straffnnach rats rat. Doch hat im der rat vorbehaltn, die gegnburtig ordnung zu verkern, ze mynern oder ze mern oder gantz ze vernichten, wie und als offt in des verlust an alle irrung getreulich undungeverlich. 302. Bürgermeister Stefan Een und der Rat der Stadt Wien erteilen den Köchen auf deren Bitte eineOrdnung. 1486 Juni8. HWOB169r–v. Druck: Feil, Beiträge 287f. – Teilabbildung: Uhlirz, Gewerbe 706. – Literatur: Uhlirz, Ge- werbe695,705. Derkòchordnunga AnnoDomini etc.LXXXVIanphintztagnach sanndErasmstaghabenmeinherrennher Steffan Een, burgermaister, und der rate gemain der stat zu Wienn den maistern den ko- chen, irn mitburgern, durch gemaines nutz willn, damit allermènigclich arm und reich mit gekochter speis dester pos bewartt und furgesehnn und die unordnung, so ain zeit her gewesnn sein, aufgehebtt werden, durch irer vleissigen bete willnn ain ordenungb furgenomen, gemachtundaufgesetztt, als hernachvolgtt: [1.] Von erst welher hie ain koch sein wil, der sol ain elich weib habnn und urkund bringen, wie er mit gepùrd herkomen und elich geporn sey, sich auch enthaltn hab, oder beweise es vor dem rat hie mit erbern lewten, sol auch burgerrecht gebingen [!] und swerenund irer zechgerechtigkaitt habnnund thùn, als vonalterherkomen ist. [2.] Und ain yeder koch mag auch allerlay essenn kochenn, visch pachn und siednn und verl sultzn, dieselben sultz am Hochen Markht1, bey dem Hùrrgesslein2 und in irn inawen vail habn und phennbertweis hingebnc und verkauffen armen und reichn, doch magainyederburger auchvòrl sùltzenunddieselbn sultznebn indaselbs imHunergess- leinvail habenundverkauffenan irrungderkoch. [3.] Sy sullen auch kain(en) fauln noch unrain(en) visch kauffn und pachen noch kayn phinigs oderunrains fleisch, vogl, genns oder wiedaz genant ist, kochen, auchkain erstikhte spensawsultzn, vail habennochhingebnn,damitdie lewtvorkrankait verhuett werden. 302 aÜberschrift rubriziert. b Danach gestrichen: g-. c hin-korr. 302 1 ZumHohenMarkt sieheobenNr.55Anm.2. 2 Die Hühnergasse, eines von zwei Gässchen, in die sich das Straßenstück zwischen der Landskron- gasse und dem Hohen Markt bzw. dem Lichtensteg (alles Wien I) gabelte, war bis weit in die Neuzeit ein Verkaufsort fürHühnerundSülze, vgl.KarteobenS.145;P     , Straßen22.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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