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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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464 VI.2.Edition 306. DieSchiffleute erhaltena)durchdenBürgermeisterunddenRatderStadtWienundb)durch SebastianRigl, InhaberdesLärenpecheramtes, eineOrdnung. 1531August4. HWOBfol.170v–171r. Parallelüberlieferung: WStLA, H.A.-Akten 42/16.Jh. a) fol.1r–2v (Konzept einer Ausferti- gung fürdie Schiffleute); b) fol.3r–6r (Abschrift 16.Jh.). Literatur:Thiel,Gewerbe520;Haider,Donauschiffer 158. Der scheflewtordnung [a] Anno Domini millesimo quingentesimo tricesimo primo an freytag, den vierdtn Au- gusti, sein burgermaister unnd rate der stat Wienn von denen schefflewten, iren mitbur- gern, samentlich angelannget unnd gepeten, inen aus mittla des rats herrn zu verordnen, die sy in iremobligenundbeschwàrdengegeneinannderbehòren, entschaidenunndinen derselben angezaigten beschwàrde abhellffen wollten, also das sy sich sambt weib unnd kynnderndest stàttlicherunnderhalltenundernerenmòchten. Inen sein auchdoraufdie hochgelerten,ersamen,weysenherJohannPilhamer1,doctor,herrSebastianSultzpeckh2, unndherrAnndreMiszpeckh3, alldreydes inndernrats, zucommissarienverordnet,und nach genuegsamer verhòr durch benannttn burgermaister unnd rate auf das, so dessmals fùrkhomen, entschidenb unndordnunggeben,wiehernachvolgt: [1.] Erstlich das nun fùran die schefknecht fur sich selbst auf dem wasser weder auf oder ab zu faren kain fùer annemen noch unndersteen, sonnder solch fùer allain denen scheflewten, somaisterunndburger sein, vergònntwerden sollen. [2.] Zum anndern sollen dieselben maister yederzeit mit gueten scheffen, zewg, knechtenundannderernottorfftdermassengefasst sein,damitsymenigclichzuversehenc wissen. [3.] Zum dritten soll ain yeder maister, der ain fùer annymbt, selbst in aigner person faren biss an den hefftstecken. Er mag auch annder scheflewt, maister oder knecht, wie vil er der bedorffen wirdet, zu sich nemen, damit er menigklichd on geverlichait fueren unndone nachtailf halltenmòg. [4.] Zum vierdten wo ain maister ain fùer annemen und ime ain krannckhait oder annder eehafft not fùrfalln wùrde, derhalb er solch fùer in aigner person nit volbringen konntte, so sollunndmager solch fùerainemanndernmaister, soalsdannkain fùerhete, 306 aH.A.-Akten42/16.Jh.a folgtgestrichen:aines,überderZeileergänzt:des. b H.A.-Akten42/16.Jh.a folgt gestrichen:gethon, linksnebenderZeile:undordnunggeben. c H.A.-Akten42/16.Jh.a folgtgestrichen:undon geverlikait zu fueren. d H.A.-Akten 42/16.Jh. a folgt gestrichen: zu versehen, links neben der Zeile: on geverli- kait fueren. e H.A.-Akten42/16.Jh. a: vor, aberdurchUnterstreichunggetilgtundüberderZeile ergänzt: on. f H.A.-Akten42/16.Jh. a folgt gestrichen: zuverhuettenwissen, danach ergänzt: halltenmòg. 306 1 Johann Pilhaimer, gest. 1539, war im Wintersemester 1495/96 an der medizinischen Fakultät der Universität Wien immatrikuliert, später mehrfach Dekan der medizinischen Fakultät und Superintendent der- selben Universität (1529–1539); 1529–1533 und 1536–1539 war er Mitglied des Inneren Rats, 1534/35 Bürgermeister vonWien, vgl.C     , LexikonWien4554. 2 Sebastian Sulzpeck, gest. 1532, Ratsherr 1509, 1511–1520, 1522–1526, 1528–1530, 1532, Bür- germeister1527, vgl.P     ,Ratsbürger252Nr.502. 3 AndreMispeck, gest. um1541/43,Ratsherr1526–1529,1532–1541,vgl.P     ,Ratsbürger225 Nr.353.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Categories
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