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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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474 VI.2.Edition nach Cristi geburd vierzehenhundert und im vierundnewnzigisten, unnserr reiche des Ròmischn imachtenunddesHungrischen imvierdten jarenn. CommissioDo(mi)ni regis in cons(ili)o Conr(ad)Stùrtzl vonBuchen3, doctorund ritter, cantzler 312. Der Rat der Stadt Wien erteilt den Schustermeistern und -gesellen eine Ordnung aufgrund eines vondenvierZechmeisternunddenvierAltgesellen vorgelegtenEntwurfs. 1495Februar10. HWOBfol.178v–179v. Literatur:Uhlirz,Gewerbe712;Westermayer,Beiträge122;Hollnsteiner,Lehrlings-undGe- sellenwesen55;Zatschek,Handwerk179;Opll,Zeitverständnis 45Anm.72,46Anm.87. Annoa Domini millesmo quadringensimo [!] nonagesimo quinto des eritags nach sand Apolonientag, der heiligen junkhfraun, komen fùr den rat der stat zu Wienn die er- bern Thoman Prukhner, Michel Spannberger, Hanns Zèunkhl und Conntz Zeindl die schùster,diezeit all vier zechmaisterdesselbnhanndtwerchs,mitburgerdaselbs zuWienn, fùr sich selbs und anstat der anndern maister hie, irer mitwerchgenossen, auch Thoman Gebhartter,BertlmeStahlsmid,WolfgangStaindlundThomanKobinger,diezeitdievier alltn knecht auf dem schuchwerch, fùr sich selbs und der anndern schùchknecht daselbs zu Wienn und gabn da zu erkennen, wie in irer ordnung vormalln im statbuch hie ge- schribn vermelt wèr, das auch der rechtlbrief auf dem hanndwerch seinen furgang hab und gehaltn werde, als von allter ist herkomen1. Wann aber der bemelt rechtlbrief nit eingeschriben, sonnder albeg bey irer zech behalten sey, wo in der verlorn, kùnftigclich irrungdarinnerwachssenmochtnwerdn,daz zuverhùttnunddemfùrzukòmenbattn sy den ratmitunndertànigemvleis, daz sydenselbn rechtlbrief, den sydamit in fùrbrachtn undhòrn liessen, auchzuannder irerordnungundgerechtigkait irshanndtwerchs indas statbùch zu schreibn schueffen, das dann durch den rat bevolhen wordn ist, und laut der benannt rechtlbrief vonwort zuworttenalso: Hienach sindvermerkhtdie artigcl, sowir,die schuesterdesnewenschuechwechsge- mainclich all hie zu Wienn, mit unnsern dienern, den schuchknechtn, ainhelligclich von wegen gùter ordnung uberain sein wordn und geneinannder verwilligt zu halltn durch gemainesnutzwillender statunddemhanndtwerch. [1.] Item von erst das ain yeder maister seinen knecht dingen sol von der zeit, als er in setzt, dreyzehen wochen oder hinùber, ob er das an dem knecht stat mag gehaben, undnichtdarhinder, als vonallter gewonhaitherkòmen ist.Undsol ainyeglicherknecht seinemmaister in allen redlichennotdurftengehorsamseinnachpillichen sachen. 312 aÜberdemgesamtenEintragmittig von spätererHand: Vonschuestern. SiehedazuobenS.67. 3 Dr. Konrad Stürtzel (1433–1509) war Jurist und zunächst Dekan und Rektor der Universität Frei- burg im Breisgau, ab 1486 war er Tiroler Hofkanzler. 1491 überließ König Maximilian ihm die Herrschaft Buchheim im Breisgau, womit auch der Rittertitel verbunden war, vgl. dazu W          , Maximilian I. 5 228–230. 312 1 SieheobenNr.86Art.13.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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