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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Page - 477 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.312–313 477 [21.] Itemwannain frombdergesell herkùmbtundarbait alhie vierzehen tag,der sol geben sechs pfennig einzeschreibn. Tèt er des nicht, so ist er den gesellen verfallen ain viertailwein. 313. OrdnungderKotzenmacher. 1496Februar23. HWOBfol. 182r–v. Literatur: Uhlirz, Gewerbe 676; Hollnsteiner, Lehrlings- und Gesellenwesen 65; Otruba, Frauen-undKinderarbeit 150;Reith,Arbeit 226. Annoa Domini etc. nonagesimo sexto des eritags vor dem sunntag Reminiscere in der Vassten bey zeiten des ersamen, fùrsichtigen, weisen hern Fridrichen Geldrichs, zu den zeitenverweserdesburgermaisterambts,undderverwèserdes ratsgemainder statWienn ist den maistern den kotzenmachern gemainclich hie, iren mitburgern, durch irer vleis- sigen bete, auch aufnemung irs hanndwerchs und gemaines nutz willen ain ordnung gemachtundaufgesètzt, als hernachgeschriben stet: [1.] Von ersten wèlher sich nu˚ fùran auf dem hanndwerch zu maister sètzen wil, der sol vor urkund unnd kuntschaft bringen, das er eelichen geborn sey, auch sich an den ennden, von dann er herkomen ist, frùmbklich und erberlichen enthalten unnd seinem lermaister seine lerjar erberlichausgedienthab,oderbeweise sòlhs allesmit erbern lewten hie vor dem rate. Er sol auch ain eelich weib haben unnd die maister, so darzùe gesètzt sein, ainensòlhen,dermaisterwerdenwil, versùechen,obermaistermùggeseinodernit. Ist er dann fùglich darzu˚, so sol er darnach vor dem rat gehorsam und sein gerechtigkait thu˚n, auchburgerrecht gewynnenund in ir zèchainphundphenniggeben. [2.] Item sy all sùllen nu˚ fùran ain zèch haben und das hanndwerch miteinannder arbaiten, also das ain yeder maister sein kotzen in seiner werchstat selbs wùrchen oder wùrchen lassenmag. [3.] Item es sol auch ain yeder maister ainem gesèllen von aim kotzen zu wùrchen gèben fùnf phening, item von ainem khotzen zu reyssen und harmachen sechs phening, itemvonainemwykhlwoll zu slachendreyphening. [4.] Item es sol ain yedes warf an der zal haben virundzwainzigk genng mit acht vàd- menzu swayffenunndnitweniger. [5.] Itemdiekhotzen, so sywùrchen, sùllenall vonderpraytund lennggeleich sein. [6.] Item ainer spynnerin an dem rokhen von ainem wyklein syben phening, an dem rad von ainem wyklein sechs phening und von ainem wykhl wèfl zwen phening und nit mer zu spynnengèben. [7.] Item es sùllen auch die egenannten maister gemainclich unnder in erwèllen und sètzen zwenbeschawmaister, die indannder ratbestàtten sol. [8.] Dieselben zwen maister sùllen all khotzen, so hie gemacht werden, beschawen, obdiegerecht seinunddie recht lenngundpraythabenodernit.Undso sygerecht sein, sùllen sy die alsdann mit dem eysen plègen; und was sy sòlher khotzen, die hie gemacht werdenundnit gu˚tnochgerechtwèren, fynnden, sùllen synemenunddemburgermais- 313 aÜberdemgesamtenEintragmittig von spätererHand : Vonkhotzenmachern. SiehedazuobenS.67.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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