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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Page - 479 -
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Page - 479 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.313–314 479 genuegsambundhie arbaitenwill, so soll er [183r] sich indiebruederschafftmitdreyze- hennphenningnkauffen. [6.] Itemdasallwegainduechmacherundainkotznmacher ains jars zechmaisterund nebenninendieeelltistn [!] zwengeselln,nemblichainerderainweibhatundderannder ledig sein solle.Undderduechmacher, soainzechmaister ist, solluber jardy lad in seiner gwallt onainen schlusslhaben, aberderkotznmacher,desselben jars zechmaister,unddie zwenelltisstngeselln sollnbederseyt ainen schlussl zuderbruederschafft ladhaben. [7.] Item das die zechlewt das hanndwerch all vier wochen zusamen lassn erfordern und ain jeder gesell daselbs zwen phenning aufleg und ain jeder maister zum achtistn Gotsleichnambstag [Fronleichnamsoktav, achter Tag nach Fronleichnam] fur das jarschil- ling soll auflegen sechsundzwaintzigkh phenning. Aber ain jeder zechmaister und die zwenelltistngeselln sollndesselben jarschillingvonwegen irermuegefreyt sein. [8.] Es soll auch daselbst hin khain maister noch gesell kain weer noch waffen nicht tragenbey straff aines vierdungwachs. [9.] Item das kain gesell mittn in der wochn von seinem maister soll aufsteen, herwi- derumbkhainmaister soll ainemgesellen inmittlderwochenaufsagen, sonder solchs soll allweg am sambstag oder suntag nach dem abraitten beschehen. Welcher daruber thuet, der ist indie lad zwstraff verfalln ainhalbphundtwachs. [10.] Itemes soll khaingesell vonseinemmaister aufsten, allainer sag imvorhinacht tagauf;oberaberwanndernwill,das ist imalle stundt frey.Herwiderumbsollainmaister ainem geselln auch acht tag darvor aufsagen und ime, so er wanndern will, khain irrung thuen,dochdasder gesell vormalsmitdemmaister aller sachenverrait undgeaint sey. [11.] Item wan man in den vier wochn vorvermellt in die zech umbsagt und welcher maister oder gesell on nottorfft und redlich ursach nit khumbt, der ist zu straff verfalln ainvierdungwachs. [12.] Item wann ain maister oder gesell aus der bruederschafft stirbt und man in der bruederschafftumbsagtzubelaitendie leich, sosollkhainermitzuchtnparschinckhgeen, sonnder allweg aintweder pòssl oder hosn anhaben. Und welcher zu belaiten die leich on redlich ursach außbeleibt oder das versawmbt oder plaß geed, der ist zu straff verfalln ain vierdung wachs. Auch zu welchem die elltistn geselln die par oder kertzn ze tragen verschaffen,der sichdeswidert, [183v] istderbruederschafft ainvierdungwachszustraff verfalln. [13.] Item wann ain lediger gesell hie oder annderswo stirbt und solhs die brue- derschafft erinndert wirdet, soll mans demselben mit ainem seelambt und opfer begeen lassen, wie ainem anndern brueder. Und welcher dasselb opfer, es sey maister oder gesell, versawmbtonnot, ist derbruederschafft zu straff verfalln ainvierdungwachs. [14.] Item das die bruederschafft zu den vier cottembern im jar, auch zu Allerseeln- tag [2. November], allen abgeleibten bruedern und schwesstern mit ainem seelambt und opfer begeen soll lassen. Und welcher das versawmbt on not und redlich ursach, ist der bruederschafft zu straff verfalln ainvierdungwachs. [15.] Itemdiebruederschafft soll,wievonallterherkhomen,zudenvierunnserFraw- entègn im jar, benennttlich allweg des suntags donnach, ain lobambt in den eern unnser liebenFrawensingenlassen.Welchermaisterodergeselldasonredlichursachversawmbt, der ist zu straff verfalln ainvierdungwachs. [16.] Itemvonallter istgewesstundsollnochsein,daskainmaisterdisshanndwerchs der tuechmacher zwen junger, sunder nur ain lernnen soll, auch kainen unnder drewen leerjaren zu dienen aufnemen, er sey wie groß er well; und wann er den aufnymbt, so
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Categories
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