Page - 481 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Image of the Page - 481 -
Text of the Page - 481 -
Nr.314–316 481
315.
Bürgermeister Wolfgang Treu und der Rat der Stadt Wien erteilen den Kotzenmachern einen
Zusatz zuderenOrdnung, dieBeschaffungvonWolle betreffend.
1537 Juli 3.
HWOBfol. 184r–v.
Zuesatz zuderkotznmacherordnung
[184v] Anno Domini millesimo quingentesimo trigesimo septimo an erchtag, den drit-
ten July, haben die edlen, hochgelerten, ersamen, hochweisen herr Wolfganng Trew,
Ro(misch) khù(niglicher) m(ajesta)t etc. unnsers allergenedigisten [herrn] rate und bur-
germaister zu Wienn, auch der statrate daselbst bevolhen zu der kotzenmacher ordnung
disen zuesatz ze stellen,nemblich:
Soferr woll unbestelt alher auf den markht bracht wurde, so sol dieselb woll denen
maisternkotzenmacherhanndwerchsa umbparebezallungzugleichemtail ausgetailtwer-
den.Woaber irainerodermerb selbsdarnachraisenunddieselbwollaufseinemoder iren
aigen cossten und wagnus alher bringen wolten, das sol zu yeder zeit dem hanndwerch
angezaigt werden und bevorsteen, das sy ir gelt auch darlegen und darinn gewinn und
verlusst haben mògen. Begàb sich aber, das manngl an woll erschin und die irher oder
ledrer alhie inen denen kotzenmachern dieselb woll ausserhalb aines anlehen nit geben
wolten, so mògen die kotzenmacher ain yeder nach seinem vermògen denen bestimbten
irrherrn und ledrern wol zimlich furleihen thun, doch das dieselb woll denen kòtzen-
machern treulichen ausgetailt und damit die armen fur die reichen nit gedrungen noch
beschwàrtwerden.
316.
Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien erteilen den Tischlergesellen eine Ordnung
aufgrund eines vondiesenvorgelegtenEntwurfs.
1495November24.
HWOBfol.185r–v.
Literatur:Uhlirz,Gewerbe728;Windisch-Graetz,Tischlerhandwerk322.
Annoa Domini millesimo quadringentesimo nonagesimo quinto des eritags vor sannd
Kathreintag, der heiligen junkhfrawen, kamen fùr den rate der stat Wienn die tischerge-
sellen gemainclich daselbs und brachten da fùr, wie sy mit willen und wissen der maister
tischerhanndtwerchs gemainclich hie zu Wienn zu lob und ere dem almechtigen Got
und aufbringung irer fùrgenomen bruderschaft und zech, die mit dem gotsdinst in den
ern Gotsleichnambs bey allerheiligen tumbkirchen zu sannd Steffan1 hie zu halten, auch
durch gemaines nutzs und aufnemen willen irs hanndtwerchs, und das sich die gesellen
gemainclichenmit iremhanndtwerchdesterordenlicherundzùchtigclicherhalden, auch
den maistern in allen rèdlichen und zimlichen sachen gehorsamer sein wurden, darumb
315 aNachdemersten -r- ein s gestrichen b DanachdurchUnterpungierung getilgt: mer.
316 aÜber dem gesamten Eintrag von anderer Hand: Ist vernewt videlicet verte folium. Die Ordnung ist zur
Gänze gestrichen. Siehedie folgendeOrdnungNr.317.
316 1 ZurStephanskirche sieheobenNr.22Anm.2.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Title
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Subtitle
- (1364–1555)
- Author
- Markus Gneiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Size
- 17.3 x 24.5 cm
- Pages
- 674
- Keywords
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen