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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Page - 492 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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492 VI.2.Edition komen ist, das auch ain pùn aufb sannd Stephansfreithof5 aufgericht unnd der Salvator an das crewtz geslagen, widerumb herabgenomen und auf ainer par schon gezieret in des vonTirnaw6cappellncgetragenunndalsodieprocessiondamitbeslossenwùrde.Sosèche auchainersamerrateundmènigclichwol,wasgrosserunordnungundgedrannginsannd Stephanskirchen7 zu der òsterrlichen zeit, so man die lewt mit dem heiligen sacrament Gotzleichnambs speiset, und also uneer demselben allerheiligisten sacrament Gotsleich- namb beschèhe, hieten sy bey in fùrgenomen, damit solcher unordnung unnd gedranng fùrkomenwu˚rdunndmenigclichdasheilig sacramentmitmererru˚e, zuchtunndandacht emphahenmòcht,ettlicherber lewtaus irerbruderschaftmitettlichenwynndtliechtenzu bestellen, dahin in die kirchen verordnen, die auch da, dieweil man die lewt speiset, be- leiben unnd bestellen sulln, das mènigclich beru˚eblich und mit gùter ordnung zu unnd von dem heiligen sacrament geen mùg und demselben dhain unere erzaigt werde. Auch wèr an vil ennden und in wenigern steten ain gebrauch, das man alle phintztag bey den pharrkirchenmitderprocessiondasheilig sacramentGotsleichnamumboder inderkir- chen tru˚egunnddarnachain schonambtvonGotsleichnambsunge.Soferrdas aines rats will unnd maynung wèr, wolten sy mit hilff unnd beystannd aines rats irn mùglichen fleis fùrkeren, damit solche procession unnd ambt alle phintztag bey der thùmbkirchen zu sand Stephan ordennlichen gehalten wùrde, dieweil aber solhs alles on besunder wis- sen, verwilligung und hilff aines ersamen rats nit aufgericht werden mòcht noch solte, auch das alles dermassen zu halten ainen cossten bedorfft, batend [191r] sy anstat ainer ganntzen bru˚derschaft, das in ain ersamer rate solhs alles obbestimbt zu hanndln unnd zu bestellen zuegeben, auch ob in ainicherlay darinn zu swèr sein wùrd, hilff und bey- stanndthu˚nwolte, auchverfùgenundverschaffen,damit ineoderwerdannkùnfftigclich zechmaister sein wu˚rde, alle die gu˚ter, es sein hewser, weingertten, clainat, pargelt oder annders,was dann in Gotsleichnamsbru˚derschafft unnd in sonnderhait zuder ausfùrung unnsers Herrn geschafft unnd geordennt ist oder kùnfftigklich geschafft und geordennt wirdet, aufdas fùrderlichest eingeantwùrttwerden,dadurchsydasalles,wieobgemelt ist, volbringenmugen. So sullen alsdann sy oder yegclich zechmaister ainem ersamen rate jèrlich, oder wann mansydarzùerfordert,aller irerhanndlung,auchinnemensundausgebensraittungthùn, damit man allweg in gùte erkannttnuss kòm, wie mit solchen gu˚tern gehanndelt werde. Wannaberain rategemerkhthat,das solch fùrnemenGot,demallmechtigen, zuereund lob, auch zu gedèchtnu˚ss seines pittern leidens ermonen, auch erber nutz unnd den ge- mainen frummen cristenmennschen zu merkhlicher andacht raitzund ist, davon so hat ain rate darein bewilligt, das es dermassen, als oben angezaigt wirdet, in allen articln also b BGBfolgt:NewemMarckht [sieheobenNr.157Anm.2] oder. c BGBfolgt:oderanderhalben,woes fueglich seinwell. d BGB: raten. 5 Stephansfriedhof (Wien I, ehemals um den Stephansdom gelegen), 1255 erstmals urkundlich er- wähnt, war die größte Beerdigungsstätte innerhalb der Ringmauer; 1732 wurde er für Beerdigungen gesperrt, 1783wurdendienochvorhandenenGräberbeseitigt, vgl.C     , LexikonWien5339. 6 Tirna- oder Kreuzkapelle in der Stephanskirche (Wien I, Stephansplatz), in der Nordwest-Ecke des Langhauses, zwischen1358und1362als StiftungderHerrenvonTirna erbautundursprünglichdemheiligen Morandusgeweiht, dessenReliquienaufBefehl vonHerzogRudolf IV.1358nachWiengebrachtwurden, vgl. C     , LexikonWien3613. 7 ZurStephanskirche sieheobenNr.22Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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