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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Page - 493 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.323–324 493 gehallten unnd gehanndelt werde und zu merer becrefftigung dise ordnung in ir statord- nungpùch haissen einschreiben, doch im vorbehallten, solch fùrnemen unnd ordnung kùnfftigklich nach gelegenhait der zeit unnd wesens zu mynnern, zu meren oder gar ab- zuthùnnachaines rats gevallene. 324. Bürgermeister Wolfgang Rieder und der Rat der Stadt Wien schlichten einen Streit zwischen denLederernunddenSchusternund erteilen ihnen eineOrdnung. 1509März13. HWOBfol.192r–v. Regest:Otruba–Sagoschen,Gerberzünfte181.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe679. Der ledrerunnd schuesterordnung Anno Domini etc. quingentesimo nono des eritags nach dem suntag Oculi in der Vass- tennhabenndieherrnherWolfganngRieder, zwdenzeitenburgermaister,unndder rate gemainderstatWienndurchgemainesnutzswillenunndawfnemungbederhanndtwerch der ledrer unnd schuester nach verhòr irer zwitrecht, so sy gegeneinannder gehabt, dise hernachvolgenndeordnungawfgesatztunndgemacht: [1.] Von erst die ledrer sùllen die ochsen, khue unnd annder heùt dermassen wie von allter herkhumen nutzlich unnd notdurftiklich wurchen, awch die schuester mit dem weissen leder unnd annderm, dardurch sy es bey inen zw khawffen finnden, nit gesambt lassen sein. Wo sy aber ubrigs leder hietten, das sy bey den schuestern hie nicht verkhawffen mòchten, das mugen sy anndern awsserhalb der stat wol verkhawffen, awch allennthalben hie unnd annderswo bey den fleischhakhern unnd anndern irenn pessten vleis furkheren,damitdie statan ledernichtgesàmbtsey;wer inenaberynndertdarinnen onpillich irrung thuen wurde, solhs burgermaister unnd rate anzebrinngen, die alsdann nachpillikaitdarinnenhanndlnwerden,das sydie schuestermitkawfdes leders schidlich halltenunndnitùberschatzenn. [2.] Mit den stirlingen, òrlingen unnd swànntzn der hewt sol es wie von alter her- khumengehalltenwerdenunnddieselbenabschnitden ledrerkhnechtenzuesteen. [3.] Der ledrer zech- unnd beschawmaistern zù bevelhen, das sy die beschaw unnder inenhallten,wie sichgebùrt,unndwassyunnder inenonrechterarbaitfinden,deshalben fur burgermaister, richter unnd rate ze bringen unnd damit niemannt ùberzehelfen bey vermeidungmerkhlicher straff. [4.] Dengeyfleischakhernzwsagen,dassy ireochsennheùtdenledrernhereinauchzu verkhawffenbringen,alsdannvonallterherkhumenist.Wosyaberdesnit thuenwurden, das sy dann kain fleisch zu verkhawffen herein fuèren. Desgleichen den fleischakhern hie auchze sagen, irehewtden ledrernhieunndnicht awsder stat zugebenn. [5.] Wo die ledrer unnd schuester auf ainen markht khumen, so sollenn die schues- ter den vorkhawf haben; wo aber die schuester da nicht weren, so mògen die ledrer das gemacht lederwolkhawffen. e BGBdarunter: SteffanVorchtnawer,doctorbeder rechten, statschreiber zuWienn.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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