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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Page - 506 -
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Page - 506 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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506 VI.2.Edition gewerdt mòcht werden, baten demnach mit allem vleyss die ersamen, fursichtigen und hochweisen herrn Hannsen Suessen, derzeit burgermaister, und den rate, das sy in ain ordnung zusambt der alten aufrichten und geben wolten, damit der gemain nutz und aufnemen bemellter bruederschafft und zech zu guetem gefurdert wurde; haben di be- nannten herrn burgermaister und rate angesehen ir zimlich und fleissig gebete, damit auchsolchordnungzuaufnemunggemainsnutzundirerbruederschafft raiche,und inen diseordnungmitsambtireralltenordnungundrechtgebenundbestèt,wiehernachvolgt: [a] [1.] Vonerstdazainyèder, es sey frawoderman, sodenhanndlanoffemmarckht oder in làdnen oder an anndern ennden in der stat oder in den vorsstetten uben unnd treiben, in irer zech unnd bruderschafft sein sòllen unnd, so ansleg oder robatt auf den hanndl beschehen in veld oder in annder weg, darinn mitainannder leiden, yeder nach seinemvermugen.Wòlhsolhenhanndl treibenanoffennplètzenoder làdnenodersonnst in iren herbergen und stèt wonung hie haben und irer zech und bruederschafft gerech- tigkhaitnichthieten,denenmugensy irephenbertaufhebenundzuainemburgermaister bringen, alsdann soll burgermaistermitsambtainemratedarinnwaspillich isthanndlen. Es soll auch ain yeder, der sich des hanndels betregt, burgerrecht gewynnen und darumb vorburgermaisterund rate swèren, als vonallterherkomen ist. [2.] Item ire zechmaister sullen das fèndl an den margkhttègen ze morgenns frue aufstegkhen und also durch sy im sumer von sannd Jorgentag [24. April] bis auf sannd Michaelstag [29.September] bisaufachtur, aberzuwintterszeitenvonsanndMichaelstag bis hinwider auf sannd Gòrgentag unntzt [201v] auf die newndt stund aufgestegkht und abgenomen werden. Sy sullen auch an den margkhttègen ee man das fèndel abnymbt, dergleichen die auswenndigen fragner, als die von Newnburg2, Nusdorff3, Grinntzing4 und alle die ausserhalb der stat Wienn unnderm gepurg5 und anndern ennden gesessen undwonhafft sein,nichtskawffennochauchanannderntègennichts furkhawffen, sonn- der ain yeden sein gut unnder die gemain an den plètzen hingeben lassen, damit armer und reicher zu khawffen fynnden und durch den furkhawff nit beswert werden. So man aber das fèndl an den margkhttègen abgenomen, alsdann mugen sy dergleichen die aus- wenndigen fragner auch khawffen, doch beschaidenlich die phenwerd an dem margkht nit vertewrenundden lewtenwiderumbaingleichsphenbert geben. [3.] Item das sy auch nu furan kàss und smaltz auswegen, ain phund smaltz umb zehen phening unnd ain phund der guten Behemischen kàss umb acht phening, aber der gemainen kàss sullen sy ain phund umb funf phenning geben. Sy sullen auch beder- lay halb phund, vierdung und phenwert geben, doch das smaltz den vierdung umb drey pheningunnddas auchdrewphenbert ainvierdungwegen. [4.] Itemdieauslennder, sokàs, smaltz, ayroderanndersdergleichenphenbertherein in die stat zu verkhawffen fueren, sullen nu furan auf der echss an offen plètzen unnd gassen faylhabenunndnichthaimlichnoch indenhewsernhingebenunndverkhawffen nochdieselbenhienichteinsetzen, sonnderwosydieuberdendritten tagalsooffennlich nichthingebenmugen,dassydieselbenirephenbertainemodermerburgerundburgerin 2 Klosterneuburg,VBTulln,NÖ. 3 ZuNussdorf sieheobenNr.229Anm.3. 4 ZuGrinzing sieheobenNr.229Anm.2. 5 Gemeint ist hier das Gebiet (Viertel) unter dem Wienerwald, heute NÖ, vgl. O   , Eisenbuch 34, 156.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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