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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Page - 513 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.337–339 513 lannd, wo sy kumen, das sy lossen sullen. Und so ainer nicht da ist, und so der annder waisst, das er kumen sull, so soll er im dieweil ain phennig darleyhen. Wer aber los nicht hielt, derwèrder zechverfallen zehenphundwachs. 339. Der Bürgermeister und der Rat [der Stadt Wien] erteilen den Leinwatern einen Zusatz zu derenOrdnung. 1517 Juli 23. HWOBfol.206v. Literatur:Uhlirz,Gewerbe735. Zwenvernewt artigklder leinwaterordnung Anno Domini etc. decimo septimo des phintztags vor Jacobi apostoli haben die herrn burgermaister und ain ersamer rate dertzeit den leinwatern, burgern hie zu Wienn, auf ir vleissig bit und begern diser zwayer nachvolgunder artigkhln in relaxation und zusatz- weise irerordnungvonwegengemainesnutzgegebenundvonnewembeydergemainen peen in bestimbter irer ordnung begriffen kunfftigclich zu hallten aufgesatzt und in das ordnungbucheinzeschreibenbevolhen. [1.] Item der erst artigkl, das nu furon an den markhtàgen, als mon auf das Leinwat- haws1 auftregt, ain jeder leinwater, burger zu Wienn, dohaim in seiner behausung oder herberg offennlich wol verkauffen und hingeben sol und mag, daneben auch auf dem Leinwathaws, soferr ainen verlusst, auftragen. Und derselb leinwater trag auf das Lein- wathaws oder nicht all markhttàg oder gar dhainen, so sol er doch geben dem spital2 jèrlichdenzinnßunverzogenlichundonabganng,wie vonalterherkhomen. [2.] Itemderannder artigkhl, sodurchaingast leinwatherbrachtodergeschikhtund den zechmaister laut irer ordnung und freyhait zu beschawen angesagt wirdet, so sollen die zechmaister ain stund der bschaw benennen unnd den leinwatern allen ansagen las- sen, wer kauffen welle dartzue khome, damit vortailig und annder arglistiger furkhauff, geverlichs furlehen, vertewrung der leinwat vermitten und jedem sein bruederlicher tail gedeihen mòge. Und wer also komet ainen tail sich zu nemen alda durch sich selbst oder seinen scheinpoten anpewtet, es werde die leinwat derselben stund oder nochmals uber kurtz oder lanng erkaufft, alsdann sol der kauff durch den oder die den kauff gethan on geverallenundjeden, sotail vormalsbegert, angesagt, auf irbegernnachmals tailgelassen werden.Es solauchferrerdurchausaufdemlanndedhainfurkauffdurchdie leinwaterzu Wiennbeschehen, eswèrdann inainemfurstlichen freyen jarmarkht,damitdikaufflewt das leger zuWiennbesuchenundvorausgemaine statbey irer freihait beleibenmòge. Doch haben in di herrn burgermaister und rate vorbehalten, solch artigkhl ze min- dern, zemernodergar zuverkhern,wannundwiofft d(a)zdinotturfft eraischt. 339 1 ZumLeinwandhaus sieheobenNr.274Anm.2. 2 ZumWienerBürgerspital sieheobenNr.37Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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