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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Nr.342–344 521 herrn Leonharten Pudmonsdorffer, derzeit burgermaister, und den rate gemain dera stat Wienn die erbern maister gemaingclich des sporrerhanndtwerch daselbs und gaben alda zu erkhennen, wie etwo aus lenng der zeit ain unordnung in irem hanndtwerch erstann- den, das sich auch die zawmstrikher unnderstuenden, ire arbait fail zu haben und zu vertreiben, baten darauf den obbenannten rate mit vleis, inen ire ordnung zu vernewen undwessichainhanndtwerchgegendemanndernhaltensolteaufzerichten. [213r] Dem- nach haben dieselbenb hern burgermaister und rate angesehen sòlh ir zimblich bete und von gemaines nutz wegen dise nachvolgennde ordnung von newem gemacht und gege- ben,nemblichen: [1.] das sichhiezuWiennkainsporerzumaisternidersetzenoderalsmaisterarbaiten [soll], er bringe dann vor von dann er herkhomen ainen erberen abschid her, oder das hie genugsam erweise, hab auch ain eeliche hawsfrawen und das burgerrecht, wie von al- ter herkhomen, mit ainem halben phunt phening, soferr er hòhers vermugen nicht were, uberkhomeundgwinn. [2.] Itemeeundsichain solher jungermaister zuarbaitennidersetzt, sol vorhindurch dieviergesworenzech-oderbeschawmaister, auchdurchdieanndernmaister all versucht und gesehen werden, ob er guter und werkhlicher sporermaister gesein mug. Die maister sullen auch daselb nicht zu strenng sein, kainen aus ungunst beswàren, damit der sporer hanndtwerchhie gemertundaufnemundkhaingebruchanarbaithie gespurtwerde. [3.] Wirwellenauchdensporern jerlichviermaister ireshanndtwerchs zuzechleuten oderbeschawmaisterbestàten,die sy imhanndtwerch selbs zuerwellenhaben.Dieselben sullen all arbait, so hie gemacht, hergebracht, furgehenngt und verkauft wirdet, mit vleis aigentlich und trewlich beschawen, damit die der stat Wienn und irem hanndtwerch zu eren, auch lannden und leuten nutzlich sein mòge. Es sol auch ain jeder inwonunder maister zu Wienn guet und vorder gerecht arbait machen, in seiner werchstat alain fail haben, seinzaichendaran thunoderdarauf slahen,damitdieguet allenthalbenerkhannt, auchumbainzimblichenwerdtundgeltverkhauffen,damitsolhszuruefundaufnemung des sporerhanndtwerchs zuWiennraiche. [4.] Undwannauslennderoder fròmbdsporer arbait ireshanndtwerchs, als piss, ver- zint slosserwerch und derlay irem hanndtwerch zugehòrig, hie herbringen, so sulln sy es allzeitbeywenigodervilonarglistdenvierbeschawernoderzechleutenzubeschawenan- sagen,die alsdanntreulichbey irengethanenaiden inderbeschawhanndln sullen,damit der kauffer nicht betrogen, auch der verkauffer nicht beswert, damit die zufuerung nicht abneme. Ob aber ain gast vermaint, oder auch inwoner, im were nicht recht beschaut, magdas zu stundunns anzaigen. [5.] Wer aber sach, das die gedachten vier maister oder zechleut ungerecht, pòss ar- baitbeyinwonernoderauslenndernerfunden,oderobgutoderpòsarbait, sohiegemacht oder herbracht, den vier beschawleuten eeund die verkaufft zu beschawen nicht angesagt wurde, oder ob die hieigen maister die sporer ainer oder meniger mit iren gewonlichen zaichen ire arbait nicht bezaichenten, alsdann sol solh ungerecht, angesagt oder bezai- chent hie gemacht arbait zu stund durch die beschawleut zu gemainer stat hannden hie ausgehebt und geantwurt werden, doch dem statrichter [213v] an seinem wanndl unver- griffen. Und ob die beschawleut vorbestimbt ainer oder merer betretten, das pòser arbait durch iren abvleis hie befunden, auch der unangesagten und unbezaichenten hieigen ar- 344 aDanachnochmals irrig: der. b Erstes -e- überderZeile von gleicherHand.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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