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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Page - 525 -
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Page - 525 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.345 525 [8.] Item wann ain gesell von hinnen zeucht und innerhalb dreyzehen wochen wide- rumb khombt und sich begèb, das mon ainem anndern fròmbden gesellen schennkhen solt, derselb solmitschennkhen. [9.] Item wann ain gesell hie krannkh wirt und im sein maister, dabey er krannkh worden ist, bis zuenndt seinerkrannkhaitnithaltennochaufkunfftig arbait furstrekhen mòcht oder wolt, also das er ellennd und verwaist wurd, auch dhain gelt, davon er sich unnderhalten mòcht, hiet, so sol er (ob die krannkhait tòdlich wèr) der ersten mit dem heiligen sacrament versehen und darnach von dem gelt aus irerii der gesellnii puchsen, bis er zu gesunthait kombt, nach gelegenhait seiner krannkhait und vermugen der puch- sen furgestrekht werden, doch dergestallt, wann er sein gesunthait erraicht, das er sòlh lehen widerumb bezall. Ob er aber sòlher krannkhait ableiben wurde, so sol von sein(en) klaiderndiepuchsenbezalt unddieubermass zuhail seiner seel angelegtwerden. [10.] Und was also fur gellt in die puchsen gefellt, davon sol mon alle quottember ain ambt mit dreyen priestern hallten, fur lebentig und tod brueder bit(ten) lassen; dar- zue sullen die jungsten zwen gesellen zway wintliechter hallten und zwen kreutzer sollen durchGotzwillengebenwerden. [11.] Item so offt ain gesell, derjj in sòlher irerkk zech ist, hie oder annderswo ablei- bet, so bald syll des erinndert werden, sollen symm im drey seelmess aus der puchsen gellt hallten lassen. Undseindasdie stukh,darumbenmonainyedenpuessen sol,wiehernachvolgt: [12.] Itemwannainermitdemanndernkriegtundpòsewort zusetzt, sol inder ann- der zu der puchsen beschaiden, oder aber wo ain annder gesell bey in wèr, der sol bey hanndtwerchs gewonhait frid von inen aufnemen. Wil er dann nit frid hallten oder frid aufgèb und nit hielt, demselben sol hanndtwerchs gewonhait nit beweist werden. Item welcher zutrinkht, der sol zu puess geben ain halb phunt wachs. Item hellt sich ainer unbeschaidenaufdergassen [215v] undoffennplètzenmit spillenoder anndernderglei- chen inainemburgerhaws,wieundalsofftdasbeschicht, sol er zupuessgebenainphunt wachs. [13.] Item welcher zu dem gotzdienst nit kombt und on eehafft not aussenbeleibt, der sol zu puess geben ain halb phundt wachs; versaumbt er aber das erst opher, so sol er gebenvierphening indiepuchsen. [14.] Itemsomanainembeyder schennkhoderpuchssenhaisst stillsweigenundthut dasnit, sol er gebenainhalbphuntwachs. [15.] Wann man die schennkh hellt, so sol kainer nichts wegtragen; welcher aber etwaswegkhtrueg, solnacherkanntnusder gesellengestrafftwerden. [16.] Esnn solnn auch der gotzdienst und opher in aller heiligen sannd Steffans tumb- kirchen1, auchdie schennkhanainemgelegen feyrtaggehalltenoo werdenoo. Dochpp haben wir unns hierinn dise vorgeschribne ordnung ze mindern, ze meren oder ganntz abzethun ganntzen volmèchtigen gewalt vorbehalten. Mit urkhundt des ii–ii H.A.-Akten3/1540gestrichen: unnser, überderZeile: irerdergesellen. jj Ergänzt ausH.A.-Akten3/1540; fehlt in HWOB. kk H.A.-Akten 3/1540 gestrichen: unser, über der Zeile: irer. ll H.A.-Akten 3/1540 ge- strichen: wir, über der Zeile: sy. mm H.A.-Akten 3/1540 ursprünglich sy, jedoch auf wir, dann wieder auf sy ausgebessert. nn–nn H.A.-Akten 3/1540: sy sollen, verbessert zu: es soll. oo–oo H.A.-Akten 3/1540 gestrichen: hallten, daneben:gehalltenwerden. pp–pp H.A.-Akten3/1540aufdemnachträglicheingefügten fol.16r ergänzt. 345 1 ZurStephanskirche sieheobenNr.22Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Title
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Subtitle
(1364–1555)
Author
Markus Gneiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Size
17.3 x 24.5 cm
Pages
674
Keywords
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
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