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532 VI.2.Edition
[10.] Item der mell herfurt und verkhaufft von aim mutt hofzins vier phening. Und
soersnitverkhaufftundaufdiegruebenschutt,gibtvonaimmuttzuhofzinsainwochen
vier phening. Und so ain mutt nur ain tag oder zwen tag in die annder wochen ligt, ist
davonauchvierphening.
[11.] Item so ain messer ain(en) mutt traid oder habern myst, sol der hingeber dem
messer zu longeben sechspheningundderkhauffer vierphening.
[12.] Item so ain messer ainem ainen mut in kleiben myst, ist funffundviertzig ge-
strich zwenphening.
[13.] Item so man ainem mullner ainen mutt kleiben abmisst, gibt er demc messrer
sein lonetc. undkainhofzins.
[14.] Itemsomansekheinsetzt, vonzehenainkrewtzer.
[15.] Item so man ain metzen ausleicht, sol man [220v] ain guets phannd nemmen
oder sechtzigpheningund fur ainvirtail achtkrewtzer, fur ain a(chtel) funff krewtzer.
[16.] Itemsomanandemmarkhttagainmetzenundain schaff ainemlewcht,davon
funffphening, sinddreypheningder stat, zwenpheningdemzollner.
[17.] Item von ainen achtel und ain schaff, der gries myst, drey phening, sind die
zwenpheningder stat, zollner ainphening.
[18.] Itemvonainerpoting, somans andenmarkht lewcht, vierphening.
[19.] Itemvonviertail, achtalundschaff,dasmanzuerueben, zwifel, senifundmagn
auslewcht,hatder zollnernichtsdarvon.
[20.] Itemsomanden ruebmmetzn leicht ain tag,der statdavonzwenphening.
[21.] Item so der lachmesser ainen mutt lach mysst, das aus dem lannd ist, gibt vom
muttdreyphening, vommutt, das im lannd ist, zwenpheningunddemzollnernichts.
[22.] Itemsomanviertalundachttal zumebasd, hanif, gerstenundprein lewcht,was
ainer uber funff mer hat, gibt das messlgellt, ist vierzehen phening, sein di acht phening
des zollnerunddi sechspheningder stat.Desgleichenwannmannainenmuttdermesser
misst etc.
[23.] Itemes sol aingreusslerubermetznain seinenviertal undachtalnitmessen.
[24.] Item ein yeder grewssler, der ein viertal und achttal hat, gibt davon der stat ain
jar zunWeinnachtenvier schillingphening,undder ain a(chtel)hat, sechtzigphening.
[25.] Item so der metznleicher das bemelt gelt eingenomen hat, den herren das ge-
raicht, sullen sy inndavongeben sechs schillingpheningals vor.
[26.] ItemundmanhatvorainemmetznleicherzunWeinnachtengebenzwayphundt
phening,dahatdas aimgruebmesser gepurt.
[27.] Item von senif und magn ist der stat meslgelt sechs phening, zolner nichts und
dermesser sol vonmutt arbasoderhanif richten zwenphening.
[28.] Item kainem grewssler sol man nicht arbas, gersten, prein oder annders abmes-
sen, dann der hingeber habs hintz an den dritten tag mit viertal und achttal vail gehabt
etc.
[29.] Item an sannd Symon und Judastag abent [27. Oktober] hebt sich di zwyspyl
genanntan,nymbtderzolnneryn,das ist, soderpawer imlanndvonainmuttzumessen
gibt, sechsphening; soerdenverkhaufft,mueßerdiebemeltenzwyspil sybenpheningge-
ben;und soderpawrnainer andemmarkhttag ainenmetzennymbt, gibt erdavon sechs
phening. Ist es ainer ausdem [221r] lannd, gibt zehenphening, sinddi achtpheningdes
c AufRasur. d SoHWOB.Wahrscheinlich irrig zu arbas, Erbsen.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Title
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Subtitle
- (1364–1555)
- Author
- Markus Gneiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Size
- 17.3 x 24.5 cm
- Pages
- 674
- Keywords
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen