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Einstellung Einteilung.
II, 272 f.; LIEBMANN, Gedanken u. Tatsachen, 1882 ff., II, 204 ff.; E.
Der Einheitstrieb, 1891; J. A. FROEHLICH, Der Wille zur höheren Einheit,
1905; coscienza, 1898; D. Mechanismus des geist.
Lebens, 1906, S. 3 („E." nur als Verbindung vorhanden; ähnlich E. MACH
u. a.); DORNER, Enzyklopädie d. Philos., 1910, S. 140 ff.; NATORP, Die logischen
Grundlagen der exakten Wissensch., 1910, S. 100 ff. (1. Das Eine gegenüber
dem Andern; 2. das Eine, abstrakt genommen; 3. der Verein beider; vgL
PLATON, Parmenides, 153 f.); LIPSIUS, Einheit der Erkenntnis u. Einheit des
Seins, 1913; DRIESCH, Ordnungslehre, 1912; RICKERT, Logos I; STÖCKL, Lehr-
buch d. Philos. II8, 1912. — VgL Monade, Zahl, Individuum, Seele, Ich,
Apperzeption, Kategorie, Synthese, Subjekt, Objekt, Vernunft, Monismus, Sin-
gularismus, System, Gott, Harmonie, Ästhetik, Identität, Denkgesetze, Denken,
Begriff, Vielheit, Bewußtsein, Paralogismen, Prinzip, Emanation.
(der Ausdruck zuerst bei G. E. MÜLLER und F.
Pflügers Archiv, Bd. 45, S. 37), psycho-physische, ist physio-
logisch eine „Prädisposition sensorischer oder motorischer Zentren für
eine bestimmte Erregung oder einen beständigen Impuls" (KÜLPE,
Grundr. d. Psychol., 1893, S. 41) und besteht in einer Tendenz, das besonders
häufig Geleistete in die Verwirklichung abweichender Anforderungen, die an sie
gestellt werden, hineinzutragen (EBBINGHAUS, Grdz. d. Psychol., 681 f.),
ist also eine Übungserscheinung. Die gedankliche E. auf Vorstellungsreihen
ist eine vorbereitende Erweckung des Interesses, der Erwartung, der Aufmerk-
samkeit (vgl. OFFNER, Das 1911, S. 50 ff). Es gibt auch senso-
rische, motorische, ästhetische E. (vgl. MEUMANN, in d. Ästhetik d.
Gegenwart, 1908, S. 19; durch die ästhetische E. werden nicht-ästhetische Asso-
ziationen ausgeschaltet; vgl. J. SEGAL, Beitr. zur experim. Ästhetik, Archiv
d. gesamte Psychol. VII, 1906).
s. Psychophysik.
Einstimmung (consonantia, consensus) besteht zwischen Urteilen, die
einander nicht widersprechen. Vgl. Reflexion.
Einteilung, logische (divisio) ist — abgesehen von der „Partition"
(s. d.) — die Gliederung des die Zerlegung eines (Gattungs-)
Begriffes divisum") in die ihm untergeordneten (Art-) Begriffe
bra divisionis") nach bestimmten Gesichtspunkten, Einteilungsprinzipien
cipium" oder „fundamentum divisionis"). Der Einteilungsgrund ist von dem
Zwecke der abhängig, von den Merkmalen, nach welchen man
gruppieren will (z. B. können die Pflanzen nach ihrer Verwandtschaft, nach
den Staubgefäßen, nach Farben, nach dem Nutzen usw. eingeteilt werden); es
ergeben sich hierbei oft einander koordinierte Nebeneinteilungen, so wie
seits die weitere Gliederung des Eingeteilten Untereinteilungen
divisiones") führt (s. Klassifikation). Nach der Zahl der Einterlungsglieder
gibt es Dicho-, Tricho-, Polytomien (zwei-, drei-, vielgliedrige E.). Eine gute
E. muß adäquat (weder zu eng noch zu weit) sein, sie muß erschöpfend, voll-
ständig, stetig, konsequent, zweckmäßig sein, die Einteilungsglieder müssen ein-
ander ausschließen. VgL PLATON, Philebus 16 C; ARISTOTELES, prior.
I 31, 31; THOMAS, Sum. theol. I. II, 38, 8; UEBERWEG, 1882,
§ 63; WUNDT, Logik 1907, S. 47
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften