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162 Elemente —
Natur der übrigen philos. I, 1132 f.). Nach PARACELSUS bestehen die
E. aus „Quecksilber", „Schwefel" sulphur"), d. h. aus-
Stoffen, die sich analog den genannten verhalten (De natura rer. 30, 1).
BOYLE, PRIESTLEY, SCHEELE a. wurden der Reihe nach die chemischen
mente gefunden. HERBART nennt als E.: Erde, Caloricum (Wärmstoff),
Äther (WW. VI, 435). Ein Gesetz der Erhaltung der Elemente (in
deren chemischen Verbindungen) stellen auf ARRHENIUS U. a., ferner (bildlich)
MACH, GSTWALD (Vorles. über S, 286 f.). Vgl. LASSWITZ, Ge-
schichte d. Atomistik, 1890; 1899; L. MEYER, Die modernen
Theorien der Chemie6, 1896. Vgl. Atom, Homoeomerien, Monade, Äther.
Elemente nennen AVENARIUS, E. MACH, PETZOLDT die als objektiv,.
nicht als bloße Bewußtseinsinhalte gedachten, in der Empfindung gegebenen
Qualitäten (wie rot, hart, warm usw.), aus denen die Dinge, Körper (s. d.),
die Ich-Einheiten bestehen. Es existieren an sich nur solche voneinander
tional abhängige Elemente in bestimmten, relativ konstanten
Vgl. AVENARIUS, Krit. d. reinen Erfahr., 1888—1890, I, 16; Der
Weltbegriff, 1891, S. 11 f., 80; MACH, Erkenntnis u. Irrtum, 1906, S.
PETZOLDT, Das 1906, 2. A. 1912. Vgl. Ding,
Ich, Körper, Psychisch, Gbjekt, Ejekte.
Elemente, psychische, sind die — nicht selbständig existierenden, sondern
durch isolierende Abstraktion herausgehobenen — Bestandteile, in
die sich der einheitliche Zusammenhang des Bewußtseins zerlegen läßt, der aber
mehr ist als ein Aggregat oder Summe solcher Elemente.
Bewußtseinselemente sind die Empfindungen (s. d.), „subjektive" die
taren Gefühle und Strebungen. — Von „psychischen Elementen" (Trieb und
„Sinn") ist schon bei CHR. WEISS die Rede (Das Wesen u. Wirken d.
Seele, 1811, S. 28 ff.); sie gehen durch einem „Urzustand"
hervor (S. 83
Psychische Elemente gibt es nach den Assoziationspsychologen
Psychologie), nach CLIFFORD Mind-Stuff), SPENCER, U. a. (vgl. „fee-
Gegen den psychologischen Atomismus (s. d.) sind DILTHEY,
BERGSON U. a. Ohne einen solchen Atomismus zu vertreten, halten
(Grdz. d. Psychol. I, 1905, 164), KÜLPE, JERUSALEM, JODL U. a. die Zerlegung
des Bewußtseins in E. für notwendig. So auch WUNDT, nach welchem die
psych. E. „Produkte begrifflicher Abstraktion" sind, isoliert nicht
kommen (Gr. d. Psychol.5, 1900, S. 35 ff.). Die Elemente des objektiven Er-
fahrungsinshalts sind die Empfindungselemente; Empfindungen, die subjektiven
E. sind die einfachen Gefühle (ibid.). Zu beachten ist, daß jedes psychische
ein spezifischer Erfahrungsinhalt, aber nicht jeder spezifische Inhalt ein
psychisches Element ist (1. c. S. 37; Grdz. d. phys. Psychol. I6, 1908, 14,
vgl. Wille). Vgl. Empfindung, Impression, Seelenvermögen.
(eXeyxog): Gegenbeweis, Widerlegung (s. d.), so bei ARISTO-
TELES (6 Analyt. prior. II 66 b 11; De-
elench. 1, 165 a 2), Beweis (s. d.). Ignoratio elenchi xov
ist die Verkennung, Verrückung des eigentlich zu Beweisenden (vgl.
Heterozetesis, Ignoratio).
Freiheitslehre (vgl. ULRICH, Eleutherologie,
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften