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Handwörterbuch der Philosophie
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168 Empfindungskreise — Empiriokritizismus. Wissenschaft u. Wirklichkeit, 1912, S. 416 ff. (Die E. tritt nicht als etwas Subjektives auf, sondern als Nicht-Ich, als Objekt, ist von der psychischen Funktion — wie nach STUMPF, Erscheinungen und Funktionen, 1907 — unterschieden. Die Empfindungsqualitäten sind physischen Natur eindeutig zugeordnet, sind ein modifizierter Teil ob- jektiver Qulitäten); A. HINZE, Erscheinung und Wirklichkeit, 1907; Schriften von KÜLPE, DYROFF, JERUSALEM, LIPPS, REHMKE, SPENCER,, LEWES, SULLY, STOUT, JAMES, TITCHENER, HÖFF- DING, RIBOT, FOUILLEE, BERGSON (S. Wahrnehmung) u. a. (unter „Psycho- logie"). — VgL Wahrnehmung, Energie (spezifische), Sinn, Hylozoismus, Objekt,, Ding, Erfahrung, Erkenntnis, Sensualismus, Erscheinung, Idealismus, Positivis- mus, Schwelle, Intensität, Webersches Gesetz. nennt E. H. WEBER die Hautstellen, innerhalb deren zwei Berührungen (mit dem „Tasterzirkel") nicht mehr als aufgefaßt werden (Tastsinn u. Gemeingefühl; Wagners Handwörterbuch Physiol. III, Abt. 2). Erfahrungssatz. Empirie s. Erfahrung. ist, wer bloß aus durch die Praxis, ohne Theorie zu Einsichten gelangt; hingegen ist der Anhänger des Empirismus (s. d.). Empiriokritizismus nennt R. AVENARIUS seine ristische Theorie der „reinen Erfahrung". Der E. will die Erfahrung von allen sie verfälschenden „Zutaten" reinigen, die reine des lichen" Weltbegriffs wiederherstellen. Wirklich ist nur die Erfahrung ihrem Inhalte (Empfindung) und ihrer Form (Bewegung) nach. Die Spaltung Gegebenen in Subjekt, Objekt, Innen- und Außenwelt, Psychisches und verfälscht den Tatbestand. In Wahrheit gibt es nur Individuen, welche ihre „Umgebung" Aussagen machen, deren Inhalte sowohl von der selbst als von den Erhaltungsvorgängen des (im Gehirn lokalisiert gedachten) „System C" (s. d.) abhängig sind. Durch die wird natürliche Weltbegriff verfälscht, und die Kritik muß daher die Spaltung Gegebenen in Subjekte mit inneren Vorstellungen und davon verschiedenen Objekten wieder aufheben. Die „reine" Erfahrung enthält nichts als — durch Umgebung bedingte — Komplexe von „Elementen" (s. d.) und (s. d.); alles ist in seinem eigenen Zusammenhang physisch, in seiner Abhängig- keit vom vorfindenden Individuum psychisch (s. d.). Die ganze Erkenntnis und. ihre Form ist unmittelbar von biologischen Prozessen (im System C) abhängig, die selbst wieder von den Umgebungsbestandteilen (R) sowie von veränderungen (S) abhängen (vgl. Vitaldifferenz). Der gereinigte, ideale begriff, der sich auf die „Allheit der Umgebungsbestandteile" bezieht, ist der „Multiponiblen" höchster Ordnung, von der „Systems abhängig. Von A. beeinflußt sind CARSTANJEN, J. W. HEINRICH, R. WILLY, J. PETZOLDT (jetzt mehr von Mach), H. u. a. Gegner des „E." sind WUNDT (Philos. Studien (R. Avenarius, 1905) u. a. Vgl. AVENARIUS, Philos. als Denken der 1876, 2. A. 1903; Krit. d. reinen Erfahrung, 1888—89, 2. A. 1907 f.; Der Weltbegriff, 1891; 3. A. 1912; f. wissensch. Philos., Bd. 18-19;.
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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