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Handwörterbuch der Philosophie
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Erhaltung Erkennen. 189 aus dem Gefühle unserer Übermacht, welche vor keinen Grenzen er- schrickt und dasjenige sich geistig unterwirft, dem sinnlichen Kräfte (WW., Cotta, XI, 237; Erhabenen, 1792: vgl. Philos. Schriften, hrsg. von 2. A. Nach LIPPS ist e. „dasjenige, In welchem ich selbst mich innerlich groß oder das gemeinsame Maß hinausgehoben fühle" (Kultur d. 1 6, 364; II, 1908). Nach VOLKELT liegt der Gehalt des E. im Übermächtigen, Übermenschlichen (System d. Ästhetik, 1905 f.). Vgl. BURKE, I, 7; JEAN PAUL, Vorschule d. Ästhetik, 27; HEGEL, Ästhetik I, 467; SCHOPENHAUER, D. als Wille Vorstellung, I. Bd., § 39; VISCHER, Ästhetik, 1848—58, § 83; FECHNER, Vorschule d. 1876, II, ff.; E. v. HARTMANN, Ästhetik, 1886—87, II, § 262 ff.; LOTZE, Gesch. d. Ästhetik, S. 324 ff.; Einleit. in d. S. ff.; WITASEK, Allgemeine Ästhetik, 1904, S. 319 f.; F. UNRUH, Der Begriff des E., 1898. Erhaltung der Energie s. Energie, Kraft; E. der Materie s. Materie, Masse, Element (OSTWALD). Der Selbsterhaltungstrieb ist das Streben, eines Wesens oder des Ich, gegenüber den Störungen, Angriffen seitens der Umwelt, sein Dasein, Gleichgewicht, seine Einheit oder Form zu bewahren, wieder- herzustellen. Das Erhaltungsstreben betonen besonders die Stoiker (xb Diog. Laert. VII, 85), TELESIUS, CAMPANELLA, SPINOZA („unaquaeque res, quantum in se est, in suo esse per3everatur', Eth. III, prop. VI), HOB- LEIBNIZ, HOLBACH, HERDER, LAMBERT U. a. Nach HERBART kommt den „Realen" (s. eine „Selbsterhaltung" ihrer Qualität gegen drohende „Störungen" zu (Allgem. Metaphys. vgl. Vorstellung, Seele). Das Moment der Selb3terhaltung betonen ferner SCHOPENHAUER („Lebenswille", s. Wille), FORTLAGE, TÖNNIES, L. W. STERN (Person u. Sache I, 265 ff.), nach welchem das im Gehirn lokalisiert gedachte „System C" stets zu erhalten sucht, mit dem idealen Zustand des maximum" (Krit. d. rein. Erfahr. I, ff.), SPICKER U. a. Die E. der begünstigten Arten im Kampf ums Dasein lehrt DARWIN (S. Nach GOLDSCHEID erhalten sich die Arten entweder durch Steigerung der Quantität des Nachwuchses oder durch dessen Qualitäts- steigerung; auf die „Art der Erhaltung", nicht nur auf die E. der Art kommt es, insbesondere beim Menschen, an u. Menschenökonomie 1911, S. 200 ff.). Nach J. PIKLER ist die Selbsterhaltung das Prinzip des Psychischen des Seelenlebens, Nach COHEN ist E. logisch „Durchdringung von Sonderung und Einigung" im Denken (Logik 1902, S. 118). Vgl. Erkenntnis. s. Gedächtnis, Reproduktion, Anamnese, Engramm. Erinnerungsbild s. Gedächtnis. — Gewißheit. — s. Optimismus. Über Erinne- rungsurteile vgl. W. Die Urteilsfunktion, S. 130 ff. Disputierkunst, Kunst des Streites, der Polemik. Eristiker hießen die der Schule (s. d.), des EUKLEIDES von Megara; Diog. Laert. II, 107. (Erkennung) s. Wiedererkennen.
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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