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Erschleichung. 205
ff.), J. H. FICHTE, E. V. HARTMANN, FECHNER, PAULSEN, ADICKES, BUSSE,
ERHARDT, CASPARI, BAUMANN, HÖFFDING (Der menschL Gedanke, 1911),
P. SCHWARTZKOPFF, DORNER, ZELLER, KÜLPE, R. JE-
WUNDT, RIEHL („Ich erkenne mich selbst, wie ich im Gegenver-
hältnis zu den Objekten meines Bewußtseins erscheine" ; Der philos. Kritizismus,
II, JODL, LIEBMANN, Fr. SCHULTZE, HELMHOLTZ, B. ERDMANN,
WENTSCHER, BRENTANO, UPHUES, H. SPENCER, HAMILTON U. a.
E. v. HARTMANN unterscheidet von den subjektiven die „objektiv-realen" Erschei-
nungen moderne 1901, S. 332). Nach STUMPF die sinnlichen
Erscheinungen (Farben, Töne usw.) das Material, woraus der Physiker schöpft und
der Ausgangspunkt des Seelenlebens (Philos. Reden u. Vorträge, 1910;
Erscheinungen und psychische Funktionen, 1907). Vgl. HUSSERL, Log. Unter-
such., 1900-01, II, 705 ff., LIPPS, Naturwiss. u. Weltansch., 1906, S. 101 ff.
Nach SCHELLING und HEGEL ist das Endliche, vom Aufgefaßte
E. gegenüber dem wahren Sein des Unendlichen, der Totalität. Nach HEGEL
ist E. das Wesen selbst in seiner äußerlichen Existenz, das „entwickelte
Das Wesen ist nicht hinter oder jenseits der Erscheinung
{Enzyklop. § 131).
Als bloße fassen die E. auf BECK, MAIMON, FICHTE
u. a. (s. Objekt). Nach COHEN sind Erscheinungen die Objekte, die alleinigen,
Dinge, „die durch die Gesetze des reinen Denkens bestimmten Gegen-
stände der reinen Anschauung". Das Ding an sich (s. d.) ist nur das Gesetz
der Erscheinungen (Kants Begründ. d. Ethik, 1910, S. 31 ff.), es ist ein bloßer
(vgl. F. A. LANGE), die der Aufgabe eines nie beendeten
Fortschreitens im Reiche der Erscheinungen. Ähnlich lehren NATORP, CASSIRER,
VORLÄNDER, KINKEL U. a. — Nach WINDELBAND ist E. „die durch eine
Absicht aus der Gesamtheit der Erlebnisse herausgearbeitete Vor-
stellungsweise, deren Wert allein darin bestehen kann, daß sie dem Zweck, der
die Auswahl bestimmt, so weit als möglich entspricht" (Über Willensfreiheit
1904, S. 193 f.). Ähnlich fassen die E. auf RICKERT, MÜNSTERBERG U. a.,
JAMES, F. C. S. SCHILLER, BERGSON, HODGSON U. a.
Als Inhalt eines an sich bestehenden unendlichen Bewußtseins betrachten
die E. BERGMANN, LIPPS, UPHUES, PALAGYI, SCHUPPE, REHMKE, BRADLEY,
<s. Wirklichkeit), ROYCE, BOIRAC U. a. Vgl. B. KERN, Das Erkenntnispro-
blem, 1911; F. J. SCHMIDT, Grdz. d. konstitut. 1901.
Als Erlebnisinhalte objektiver Art ohne Hinweis auf ein „Ding an sich"
betrachten die Phänomene die und „Positivisten" J. ST.
MILL, MACH, CORNELIUS („Die Erscheinungen sind die einzelnen Fälle der in
gegebenen allgemeinen Einleit. in d. Philos., 1903, S. 263),
AVENARIUS, VERWORN, VAIHINGER (Die Philos. des Als ob, 1911)
u. a. Nach PETZOLDT ist das Gegebene „weder Erscheinung, noch Ding an
sich" (Das 1906; 2. A. Vgl. Objekt, Ding an sich, Rea-
lität, Qualität, Erkenntnis, Idealismus, Realismus, Positivismus, Phänomena-
lismus, Sein, Wirklichkeit, Voluntarismus, Spiritualismus, Materie, Körper,
Mechanismus, Ich, Psychisch, Physisch, Wahrnehmung (innere), Relativismus,
Identitätstheorie, Monismus, Immanenzphilosophie, Transzendent.
(subreptio) ist eine auf Schluß- oder Beweisfehlern
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften