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Handwörterbuch der Philosophie
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Explicite — Farbenblindheit. 215 welche die untrennbare Verknüpfung von Eigenschaften zeigen (1. c. II, 36; davon der Ausdruck „experimentum crucis", entscheidender Versuch). VgL J. ST. MILL, System d. Logik, 1874; WUNDT, Logik, 1907, MACH, u. Irrtum, 1906, S. 198 f. Gedankenexperimente (MACH U. a.) Versuche, die man im bloßen Denken, mit Denkobjekten macht, etwa auf der Frage: was kommt heraus, wenn wir dies und das annehmen? Vgl. F. C. S. SCHILLER, Formal Logic, 1912. Explicite (entfaltet), besonders, gesondert dargelegt; mit «einbeschlossen, nicht ausdrücklich gesagt. erklärbar, erklärungsbedürftig („exponibilia", „propositiones bei den Scholastikern). Nach KANT heißt, eine Vorstellung der Einbildungskraft „exponieren", sie „auf Begriffe bringen". Die ästhetische Idee (s. d.) ist eine Vorstellung, d. h. sie kann nie eine Er- kenntnis werden, weil ihr kein Begriff adäquat ist (Krit. d. Urteilskraft, § 57). Extensiv: der Ausdehnung (s. d.) nach, ausgedehnt. Raum, Vor- stellung (WUNDT). Externalisation s. Lokalisation. Extrajektion s. Introjektion (MACH). Extramental: außerhalb des Geistes (extra, mens), des erkennenden Bewußtseins, real. Der Idealismus eines BERKELEY leugnet die extramentale Existenz einer Materie, körperlicher Gbjekte. Vgl. Sein, Idealismus. Extrapolation ist der Schluß aus einer Reihe von gegebenen Fällen auf einen Grenzwert als Idealfall (OSTWALD, Grundr. d. Naturphilos., 1908, S. 55). Exzentrisch s. Projektion. F. Faktizität: Gegebenheit, Tatsächlichkeit. (fallaciae): falsche, trügerische Schlüsse, Fehl- und (s. d.). Fälle s. Instanz, Psychophysik. Falsch ist der Gegensatz von wahr, richtig. Falsch kann sein ein Urteil, eine Schlußfolgerung, eine Definition, eine Beweisführung, eine Aus- sage, ein Verfahren. Die Falschheit eines Urteils besteht darin, daß es ent- weder dem dem Sachverhalte nicht angemessen ist, oder daß es richtigen Urteilen widerspricht. Gibt es „Wahrheiten an sich", so muß auch annehmen, daß etwas „an sich falsch" sein kann. Vgl. Irrtum, heit, Richtigkeit. Farbenblindheit nach DALTON, der zuerst, diese Erscheinung festgestellt hat) ist der Mangel 1. aller Farbenempfindung, wobei nur Helligkeiten empfunden werden F.), 2. bestimmter Farben- Rot-, Grün-, Rot-Grün-, Blau-, Gelb-Blindheit (partielle F.).
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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