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Geschmack —
sophie, 1838; 2. A. 1908; LOTZE, f.; G.
Philos. der Geschichte, 1884; STEPHENSEN, Zur Philos. der G., 1894; M. NOR-
DAU, Der Sinn der G., 1909; RENOUVIER, Philos. analyt. de
1896/97; Uchronie, Putopie dans Phistoire2, 1901; R. MAYR, Die philos..
Geschichtsauffassung der Neuzeit I, 1877; R. History of the
of History, 1893; BERNHEIM, Lehrbuch der histor. Methode und d.
philos.6, 1908 (viel Literatur); Geschichtsforschung und Geschichtsphilosophie,.
1880; W. ELERT, Prolegomena der Geschichtsphilos., 1911; H. ENGERT,
u. Kausalität. Ein Grundproblem der Geschichtsphilos., 1911; F.
Das Problem der G., Kant-Studien, Bd. XVII, 1912 (Transzendentale
ist „das wissenschaftliche Selbst-Bewußtsein vom der
— Vgl. Fortschritt, Humanität, Kultur, Soziologie,
Geschmack (gustus) im ästhetischen Sinne ist Fähigkeit
ästhetischen Bewertungen, „guter" G. die Feinheit und Höhe des ästhetischen
Empfindens und Wertens. Bei aller Relativität und historischen Wandlung
Geschmacks gibt es doch gewisse formale Normen für die Beurteilung
Feinheit des Geschmacks und eine Differenzierung desselben im Sinne
Höherentwicklung, daneben auch Perioden der „Geschmacksverirrung".
Den G. definiert KANT als „das Vermögen der ästhetischen
allgemeingültig zu wählen" (Anthropol. I, § 65) oder als „das
mögen eines Gegenstandes oder einer Vorstellungsart durch ein Wohlgefallen
oder Mißfallen, ohne alles Interesse" (Krit. d. Urteilskraft I, § 5). Ein
Geschmacksurteil, auf welches Reiz Rührung keinen Einfluß
welches also „bloß die Zweckmäßigkeit der Form zum Bestimmungsgrund
hat", ist ein „reines Geschmacksurteil". Das Geschmacksurteil gilt
allgemein, es sinnt jedem Übereinstimmung im Urteilen an, weil die Überein-
stimmung einer Vorstellung mit den Bedingungen der Urteilskraft für jedermann
gültig a priori angenommen werden kann (1. c. § 7 ff., 17 ff., 40 ff., 57). Vgl..
A. GERARD, Essay on taste, 1759; deutsch 1766; M. HERZ, Versuch über den
Geschmack, 1776; BENDAVID, Versuch e. Geschmackslehre, 1799;
Philos. Schriften u. Gedichte, hrsg. von Kühnemann, 2. A. 1910; H. v. STEIN,
Vorlesungen über Ästhetik, 1897; R. SCHAUKAL, Vom G.2, 1910. —
Ästhetik.
entstehen durch Reizung der
schmacksnerven in den Schmeckzellen der Mundhöhle (den
Geschmacksknospen auf Zunge und Gaumen) durch flüssige oder sich im
Munde verflüssigende Stoffe. Die sind stets mit Geruchs- und
findungen zu Gesamteindrücken vereinigt, lassen sich aber (durch Anästhesierung)
auch Geschmäcke vermischen sich miteinander, sie können
z. Teil kompensieren und durch Kontrast verstärken oder schwächen.
Zungenspitze ist am empfindlichsten für Süß, die Zungenränder für Sauer, die
für Bitter. Grundqualitäten des Geschmackssinnes sind:
sauer, salzig, bitter; der metallische und alkalische (laugenhafte) Geschmack
beruht schon auf Mischung mit Tastempfindungen. Vgl. W. NAGEL, Ver-
gleichende über den Geruchs- u. Geschmackssin, 1894; F.
Philos. Studien W. STERNBERG, Geschmack u. Geruch,
WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol. II6, 1908, S. 58 ff.; Grundr. d.
1902, S. f.; KREIBIG, Die fünf Sinne des 1908.
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften