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Harmonisch-äquipotentiell Hedonismus.
sont toutes les univers"
78 ff.). Seele und Leib gleichen zwei genau miteinander überein-
stimmenden, ein für alle mal regulierten Uhren (so schon Geulincx, Eth.
Annot. 124, 140, 155). Endlich besteht noch eine H. zwischen Mechanismus
und Teleologie, zwischen Natur und Sittlichkeit, dem „Reiche der Natur" und
dem „Reiche der Gnade", vermöge welcher alles schließlich zum Heil führt
ff.; vgl. Phüos. Hauptschriften Anhänger der Lehre von
der präst. Harmonie sind CHR. WOLFF, BAUMGARTEN, BILFINGER, RENOUVIER
a„ Gegner RÜDIGER, HOLLMANN, M. KNUTZEN (vgl. B. ERDMANN, M. K.
und seine Zeit, 1876) u. a. Vgl. Der Ursprung d. Naturphilos.,
Harmonia 1907; F. C. S. SCHILLER, Humanismus, 1911.
— Vgl. Parallelismus, Konsonanz, Einheit.
ist nach DRIESCH jedes organische
System, in dem jedem einzelnen die gleiche „prospektive Potenz"
(d. h. Fähigkeit, je nach der Lage jeden beliebigen Teil des künftigen Indi-
viduums zu bilden) zukommt. VgL Leben.
Häßlich ist das der Anschauung Mißfallende, der Gegensatz des
Schönen (s. Ästhetik), das Disharmonische, Unproportionierte, zur Einheit ästhe-
tischer Anschauung nicht Zusammengehende, der ästhetischen Idee Wider-
sprechende. Doch kann ein im wirklichen Dasein als empfundener
Gegenstand künstlerisch so dargestellt werden, daß er ästhetisches Gefallen
auch kann das Häßliche ein Ingrediens, eine Komponente des
Ästhetischen, Schönen bilden. Auch Handlungen können als „häßlich" (ab-
hassenswert) erscheinen. Vgl. die unter angeführten
Schriften; Neue Vorschule der Ästhetik, 1837, S. 58 (Abfall der Idee
von sich selbst); K. ROSENKRANZ, Ästhetik des Häßlichen, 1853; E. v. HART-
MANN, Ästhetik 1886/87, II, 208 ff.; LIPPS, Kultur der Gegenwart I, 6, 365
ist, was „eine Lebensverneinung in sich schließt").
Hautsinn s. Tastsinn, Druckempfindungen.
s. Autonomie
Hedonismus Lust) ist der d. h. diejenige
des Eudämonismus (s. d.), nach welcher die (sinnliche oder geistige,
oder auch nur die sinnliche Lust, der Genuß) Motiv und Zweck alles, also
auch des sittlichen Handelns ist. Die Lust gilt hier als höchster (subjektiver)
Wert, als höchstes Gut, als Endziel des Strebens, während sie in Wahrheit
meist nur mit zur „Triebfeder" des gehört, nicht dessen „Zweck"
bildet und vor allem nicht als objektiv-sittliches Willensziel aufgestellt wird oder
werden kann (s. Sittlichkeit).
Hedonisten sind ARISTIPP, nach welchem die (einzelne) Lust ein Gut
Selbstzweck und Endziel des Handelns (xeXog) ist
Laert. II, 86 ff.; vgl. über andere II, 94 ff.), die Epi-
nach welchen die Lust Motiv und Ziel des Lebens ist dgxr)v
xal xeXog xov Diog. L. X, 128; xovxov
oncog ibid.; also Freisein von
Unlust als Ziel: „negativer" Hedonismus). Die Lust ist das erste und natur-
Gut, aber nur die Lust, der keine Unlust folgt; daher ist eine richtige
der Lust und ihrer Folgen, also Einsicht, Maßhalten
Handwörterbuch. 18
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften