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Handwörterbuch der Philosophie
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Ideenflucht — Identität. 297 Einheit ein (System d. Philos. vgl. Transzendent). Vgl. APELT, Meta- physik, hrsg. von R. Otto, 1911. Praktische Ideen, die aus „Geschmacksurteilen" über Willensverhältnisse- hervorgehen und Musterbilder des sittlichen Wollens darstellen, gibt es HERBART fünf: Idee der innern Freiheit, der Vollkommenheit, des des Rechtes, der Billigkeit (WW., Kehrbach, II, 352; IV, 118 ff.). — VgL G. CARUS, Natur und Idee, 1861; LOTZE, Mikrokosmos ff.; RIEHL, Zur in d. Phüos., S. 19, 192 f. („Ideen sind Willensbegriffe, nicht Sachbegriffe", „Willensaufgaben", „Ziele des Schaffens und Handelns"; „sie- gelten, aber sie sind nicht"); COHEN, Ethik, 1904, S. 26; WUNDT, Ethik2, 1903, S. 510; System d. Philos. 1907: Idee im ethischen bzw. im ästhetischen Sinne); LACHELIER, Psychol. u. Metaphysik, 1908; H. ST. CHAMBERLAIN,. I. Kant2, 1908; AARS, Die Idee, 1912; P. JANET, Nevroses et fixes,. 1899—1904; über die Bedeutung der Denkform-Idee in der Philos. und Geschichte, 1892; C. HEYDER, Zur Geschichte der Ideen- lehre, 1878. Vgl. Ästhetik, Vorstellung, Begriff, Ideologie, Soziologie, Ge- schichte, Unbewußt (v. HARTMANN), Vernunft (praktische), Postulat (KANT),. Regulativ, Transzendent, Ideal, Unendlich, Seele (KANT), Kategorie. pathologischer, ungehemmter, übermäßig Ablauf von Vorstellungen und Gedanken, ohne inneren Zusammenhang und Ordnung. Vgl. WUNDT, Grdz. d. Psychol. S. 570 ff.; Psychiatrie, 1909; LIEPMANN, Über Ideenflucht, — Vgl. Zwangs- vorstellungen. Ideen, materielle („ideae materiales"), nannte man früher die von den Dingen im Gehirn bewirkten gruppierten Eindrücke, denen die Vorstellungen unmittelbar zugewandt sind oder welche den Vorstellungen entsprechen. DESCARTES, Princip. philos. IV, 196 f.; MALEBRANCHE, CHR. WOLFF (Psychol. rational., § 118), PLATNER („Ideenbilder", Neue Anthropol. § 344 ff.) u. a. s. Idee (FOUILLEE). Identität des (begrifflich) Nichtunter- scheidbaren, also reale Verschiedenheit alles qualitativ Verschiedenen, so es nicht zwei absolut gleiche Dinge in der gibt. Dieses Prinzip sich bei den Stoikern (Cicero, 17, 18, 26; Seneca, Epist. 113, 13), ferner bei NICOLAUS CUSANUS (De docta ignorantia I, 11) u. a., besonders bei LEIBNIZ, nach welchem alle Monaden voneinander irgendwie innerlich verschieden sein müssen 9; Nouv. Essais II, K. 27, § 1). Dagegen wendet KANT ein, daß schon die Verschiedenheiten der die Vielheit und Unterscheidung der Gegenstände als Erscheinungen, auch ohne möglich und notwendig mache; denn ein des Raumes ist, obgleich er einem andern völlig gleich sein mag, doch außer ihm und dadurch von ihm schieden. So sind zwei nur dem Orte nach unterschiedene, sonst aber Dinge, nicht identisch (Krit. d. rein. Vernunft, S. 242 ff.). Identität (identitas, Selbigkeit, Dieselbigkeit, Einerleiheit, Sich- selbst-Gleichheit. Im weiteren Sinne ist „Identität" die völlige Übereinstimmung: zweier Dinge, UnUnterscheidbarkeit ihrer Qualitäten und Wirkungen. Strenge, bzw. numerische I. ist das Zusammenfallen dessen, was verschieden bezeichnet
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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