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Isosthenie .— Kampf.
züge der Naturwissenschaften, 1896, S. ff.; 2. A. 1910; VAIHINGER, Die
Philos. des Als ob, 1911 („Kunstgriff der Isolierung", „fiktive L", S. 372 ff.).
Vgl. Abstraktion.
Isosthenie Gleiche Geltungskraft der Gründe und Gegen-
gründe, von denen keiner mehr gilt als der andere — nach Ansicht der antiken
Skepsis (s. d.). Vgl. Antüogie.
Iteration s. Perseveration.
s. Gedächtnis (KANT). Vgl. OFFNER, Das 1911.
Rechtfertigung einer Fiktion (s. d.) als zweckmäßig,
brauchbar, nützlich (VAIHINGER, Die Philos. des Als ob, 1911, S. 150 ff.).
(Kabbalah, Überlieferung): jüdische Geheimlehre, Mystik, ver-
bunden mit Zahlen- und Buchstabensymbolik, auf Grund älterer
zwischen dem 9. (Buch Jezirah) und 13. Jahrhundert (Buch Zohar)
und später noch Luria, Horwitz). Die K. ist vom
platonismus, Neupythagoreismus und Gnostizismus beeinflußt. Aus dem -
Einen, Unendlichen, „En-Soph" (dem „Urlicht", dem
dem „Alten der gehen, durch Emanation (s. d.), durch
zehn „Sephiroth" (Idealzahlen, Lichtkreise) hervor, deren Einheit
„Adam der göttliche Urmensch, der Sohn ist, und aus.
welchen vier hervorgehen: (Idealwelt), Beriah der
Geister gedachten Ideen), Jezirah der der Seelen), Asijah
der Körper und Sinnenwesen). Der Mensch gehört den drei letzten
zugleich an. Es gibt eine Präexistenz (s. d.) und eine Seelenwanderung.
Beeinflußt durch die K. sind auch R. LULLUS, MARSILIUS FICINUS, die
beiden VON MIRANDOLA, REUCHLIN, PARACELSUS, AGRIPPA VON
NETTESHEIM, H. MORE, ST. MARTIN U. a. Vgl. AD. FRANCK, de la
Kabbale, 1842; deutsch 1844; Sepher ha Zohar, französisch von J. de
1906 f.; A. JELLINEK, Beiträge zur Geschichte der K., BLOCH,
Geschichte der Entwicklung der K., 1894; Auswahl kabbalistischer Mystik,
1858; NEUMARK, Geschichte der jüdischen Philosophie, 1907, I, 1; Die
K., 1910.
s. Calvus.
Die Schöngüte): Vereinigung des Schönen
mit dem Guten, sittliche und zugleich schöne Lebensweise.
sind HautsteUen, welche für besonders emp-
findlich sind (besonders an den Augenlidern, an der Stirn usw.). Vgl. GOLD-
SCHEIDER, Gesammelte Abhandlungen, 1898; WUNDT, Grundz. d. phys. Psychol.
1903, S. ff.
Kampf, im weitesten Sinne, als Antagonismus (s. d.), als Gegensatz,
der Kräfte, der Tendenzen, der Willensrichtungen, ist ein Grund-
moment des universalen Dies lehrt zuerst HERAKLIT, nach welchem
der Kampf (Streit) der „Vater der Dinge" ist ndvxcov naxr)g
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften