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Handwörterbuch der Philosophie
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Kausalität. LASSWITZ, E. KÖNIG, STADLER, LASK, J. COHN, MÜNSTERBERG, RIEHL (s. unten), EWALD (Kants krit. Idealismus, 1908, S. 164 ff.) u. a. — Aprio- risch, aber zugleich für die vom Bewußtsein unabhängige Wirklichkeit gültig ist die Kausalität nach SCHELLING, HEGEL, J. H. FICHTE, TRENDELENBURG, MAINLÄNDER, E. V. HARTMANN (Kategorienlehre, 1896, S. 363 ff.), DREWS, VOLKELT (Erfahrung u. Denken, 1886, S. 89 ff.), SPICKER (Kant, Hume und Berkeley, 1875, S. 165 ff.), G. THIELE, A. DORNER (Das menschliche Erkennen, 1887; Enzyklop. d. Philos., 1910), KÜLPE, STÖRRING, MESSER U. a. (s. Erkenntnis- theorie); vgl. MEINONG II, f.), HÖFLER (Logik, 1890), KREIBIG (Die intellektuellen Funktionen, 1909), DÜRR, V. KRAFT U. a. — Als bloße Relation zwischen Inhalten des erkennenden Bewußtseins gilt die K. dem Idealismus (s. d.), der Immanenzphüosophie (s. d.). Aus der Anwendung des Logischen auf den Erfahrungsinhalt leiten ver- schiedene Autoren das Kausalprinzip ab. So S. MAIMON, G. E. SCHULZE U. a., W. HEYMANS (Gesetze u. Elemente des wissenschaftlichen Denkens, 1890—94, S. 376 ff.), M. L. STERN, MÜNSTERBERG, nach welchen das Kausalprinzip mit dem Identitätsprinzip zusammenhängt. Als Anwendung des Satzes vom Grunde auf die Erfahrung betrachten das Kausalprinzip (vgl. LEIBNIZ, KANT) SCHOPENHAUER (S. Grund), L. STRÜMPELL (Der Kausalitätsbe- griff, 1871, S. 22 ff.), LIPPS (vgl. Zeitschrift Psychol. I, XXV), RIEHL (Der philos. Kritizismus II 1, f., 240; vgl. II 2, 46, 65), WUNDT (System d. Philos. 1907, 278 ff.; Logik 1893-95, S. 28 ff., 343 ff.; 3. A. 1906), nach welchem unser Denken „nur Erfahrungen sammeln und ordnen kann, indem es sie nach dem Satz vom Grunde verbindet". Das Kausalprinzip ist apriorisch und zu- gleich ein „Erfahrungsgesetz"; es hat den Charakter eines Postulats, dem sich die Erfahrung überall fügt, wobei sie die besondere Form der Kausalität be- stimmt. So geht das Äquivalenzprinzip (s. d.) erst aus den besonderen Be- dingungen der Anschauung und des Substanzbegriffes hervor, während im Geistigen ein Prinzip des Wachstums geistiger Energie herrscht. Physische und psychische Kausalität sind aber nur eine und dieselbe, von verschiedenen Standpunkten aus verschieden sich darstellende, K. (vgl. Grundz. d. phys. Psychol. IIP, 1903, 681 f.). Nach HÖFFDING kommt im Kausalprinzip das Stetigkeitsbedürfnis des Bewußtseins zur Geltung 1901, S. 288 ff.; Der menschL Gedanke, 1911, S. 227 ff.; vgl. KROMAN, Unsere Natur- 1883). Vgl. DRIESCH, Ordnungslehre, 1912; ASTER, über d. log. Gehalt des Kausalgesetzes, 1905. Als ein Postulat (s. d.), welches die Erfahrung vorwegnimmt und in der Erfahrung bewährt, entspringend aus dem Bedürfnis Begreiflichkeit, der geistigen Beherrschung der Erfahrung betrachten die K. LAAS u. positivist. Erkenntnistheorie, 1879—84, S. 261), (Metaphysik, 1905, 296 ff.), OSTWALD, F. C. S. SCHILLER (Humanismus, 1911; Formal Logic, 1912, S. 293 ff.), JAMES, CORNELIUS in d. Philos., 1903, S. 294 ff.), H. PERZ, J. SCHULTZ, BOUTROUX, BERGSON (Essais sur les de la conscience, 1910, S. 152 ff.), nach welchem nur der (dem Handeln dienende) Verstand das an sich stetige Geschehen in Elemente gliedert, die er dann nach dem Schema Ursache — Wirkung, miteinander u. a. Nach JOEL setzt der Zwecke verfolgende Wüle Ursachen: „Weil wir wirken wollen, Wirkungen suchen, müssen wir Ursachen Wir erst machen die Dinge zu Handwörterbuch. 22
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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