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Handwörterbuch der Philosophie
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340 Klang — Koexistenz. (WUNDT, Grundr. d. Psychol.5, 1902, S. 193 f.; Grdz. d. phys. Psychol. II5, 1903, S. 278 ff.). Klang ist, nach WUNDT, eine „intensive Vorstellung, die aus einer Reihe regelmäßig in ihrer Qualität abgestufter Tonempfindungen besteht" (Grdz. d. phys. 1903, II5, 66 ff.; Grundriß der Psychologie, 1902, S. 112 ff.). Vgl. Gehörsempfindungen, Ton, Konsonanz. Klarheit einer Vorstellung ist nach der Auffassung der modernen Apperzeptionspsychologie der Grad ihrer Bewußtheit, die relativ günstigere Auf- fassung des Vorstellungsinhalts, auf den die Aufmerksamkeit (s. d.) gerichtet ist, der zur „Apperzeption" (s. d.) gelangt, wobei natürlich, aber nicht immer, auch die Stärke der Empfindungselemente eine Rolle spielt. Deutlich ist eine Vorstellung, wenn sie von anderen im anwesenden scharf unterschieden wird (WUNDT, Grundz. d. phys. Psychol., I8, 1908, 541; 1903, 339 ff.; Grundriß d. Psychol.5, 1902, S. 185, 249 ff.). Nach DESCARTES ist eine Vorstellung klar, die dem aufmerksamen Geist gegenwärtig und durchsichtig ist; deutlich ist, was von anderen Vorstellungen so scharf geschieden ist, daß es nichts als Klares enthält (Princip. philos. I, 45: voco [perceptionem], quae attendenti praesens aperta est; distinctam illam, quae cum sit, ab omnibus ita seiuncta est et praecisa, ut nihil plane aliud quam quod est in se conti- neat"). Die Klarheit und Deutlichkeit der Erkenntnis, wie sie am unmittel- barsten in der Erfassung des eigenen Ich (s. Cogito) sowie in der Gewißheit der mathematischen Einsicht vorbildlich ist, ist das Kriterium der Wahrheit (s. d.; vgl. Meditationes III). Nach LEIBNIZ ist eine Erkenntnis klar, wenn sich durch sie das Vorgestellte feststellen läßt; deutlich ist sie, wenn wir die unter- scheidenden Merkmale gesondert angeben können de cognitione; Gpera ed. Erdmann, S. vgl. Verworren, Monaden). Nach CHR. WOLFF entsteht die K. aus der „Bemerkung des Unterschiedes im Mannigfaltigen", die Dunkelheit aus dem Mangel dieses Bemerkens (Vern. Gedanken . . . I, § 201). Ähnlich wie LEIBNIZ definieren KANT (Anthropol. I, § 6), HERBART (Lehrbuch zur Einleit. in d. Philos., S. 47; vgl. Hemmung), B. ERDMANN (Logik, 1892, I, 156) u. a. Vgl. Bewußtsein, Unbewußt, Evidenz, Verstehen. Klassifikation (logische) ist die vollständig durchgeführte Einteilung des Umfanges von Begriffen in absteigender Folge, d. h. vom relativ höchsten, allgemeinsten, umfassenden Gattungsbegriff bis zum niedrigsten Artbegriff. Bei der künstlichen K. werden mehr oder weniger äußerliche Merkmale willkür- lich als Einteilungsgrund gewählt (z. B. im Pflanzensystem); die natürliche K. berücksichtigt die Übereinstimmung der in eine Klasse zu bringenden Gegenstände in möglichst vielen und wesentlichen, konstitutiven Merkmalen, womöglich auch die wirkliche Verwandtschaft der Wesen, bzw. die natürliche Stufenfolge Vgl. SIGWART, Logik II2, 1889—93, S. 695; WUNDT, Logik II2, 1893—95, S. ff.; 3. A. 1906-08; SPENCER, Principles of Psychology, 1882 ff., II, § 309; JEVONS, Leitfaden der Logik, 1906, S. HÖFLER, Grundlehren der Logik, 1890, S. f.; F. C. S. SCHILLER, Formal Logic, 1912; VAIHINGER, Die Philosophie des Als ob, 1911, S. ff., ff. Vgl. Wissenschaft, Art. Koexistenz: Zugleichsein, das zusammen Bestehen mehrerer Dinge in
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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