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342 Kommunismus — Konformismus.
(Vorschule der § 28 ff.). Auf die Erscheinung eines Widersinnigen,
das sich selbst vernichtet, eines sich auflösenden führen das K.
zurück BOUTERWEK, BENDAVID, K. ROSENKRANZ, LOTZE, M. CARRIERE,
THRAHNDORFF, E. v. HARTMANN (Ästhetik 1886—87, S. 322 ff.), KÖSTLIN
u. a. Nach LIPPS ist komisch „was den Anspruch erhebt, ein Großes oder Be-
deutsames zu sein, was als ein Etwas auftritt oder sich gebärdet, um dann
plötzlich als ein Nichts zu erscheinen oder sich auszuweisen" I, 1903,
f.; vgl. Komik u. Humor, 1898, S. 44; ähnlich Zeitschrift
Psychol. XI; HÖFFDING, 1901, S. 408 ff.). VOLKELT: „Ein
Scheinwert ist es, der sich in seiner Selbstauflösung anschaulich
(System der Ästhetik II, S. ff.; „Umschlagen des Bedeutenden ins
Nichtige"). — Vgl. FLÖGEL, Geschichte des Grotesk-Komischen, 1788; 4. A.
1887; Versuch Theorie des Komischen, 1815; VISCHER,
Über das Erhabene u. Komische, 1837; Physiologie u. Psycho-
logie des Lachens u. des Komischen, 1873; KRAEPELIN, Philos. Studien II,
1885; SCHOPENHAUER, als Wüle u. Vorstellung, I. Bd., § 13; Bd.,
K. 8; Les causes du rire, 1862; PHILBERT, Le rire, 1883; RIBOT,
Psychologie du 1896, S. 342 ff.; Le rire6, SULLY,
An Essay on Laughter, 1902; J. MÜLLER, Das Wesen des Humors, 1896;
WUNDT, Völkerpsychologie 1908, S. 535 ff. (Das K. besteht in einer
„Umkehrung eines ernsten Eindrucks in sein Gegenteil und in einer durch
diese Auflösung hervorgebrachten Entlastung des Gemüts"); R.
Zeitschr. f. Ästhetik II; S. FREUD, Der Witz, 1905, S. ff.; F. JAHN, Das
Problem des Komischen in seiner geschichtl. Entwicklung, (Historisches
auch in dem oben angeführten Werke von ; J. COHN, Allgemeine
Ästhetik, 1901 (Das Komische ist kein rein ästhetischer Wert); DUGAS,
Psychol. du rire, 1902. VgL ferner die unter „Ästhetik" angeführten Schriften.
Vgl. Witz.
Kommunismus s. Soziologie, Rechtsphilosophie.
Komparativ: vergleichend, vergleichsweise, nur im Vergleich mit etwas.
So gibt nach KANT die Erfahrung, die Induktion nur „komparative", nicht
strenge „Allgemeinheit" von Urteilen (s. Allgemein, A priori). Über
parative Psychologie s. Psychologie.
Komplex: Verknüpfungsganzes, zusammengesetztes Gebilde, zusammen-
gesetzter Begriff. Vgl. WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol. II6, 1903, 370 ff.;
LIPPS, Einheiten u. Relationen, 1902, S. 45; MEINONG, Zur Psychol. der
Komplexionen u. Relationen, Zeitschr. f. Psychol. II, 245 ff.; BLEULER, in:
Diagnostische Assoziationsstudien, hrsg. von Jung, 1906 (K. = ein Bündel
gefühlsbetonter Vorstellungen). Vgl. Inhalt, Lokalzeichen.
Komplikation heißt psychologisch eine Verbindung zwischen ungleich-
artigen, disparaten, psychischen Elementen (Empfindungen verschiedener
Sinne) oder Gebilden, wobei eines „herrschend", klarer bewußt ist. Vgl.
HERBART, Lehrbuch zur Psychol.8, 1850, S. 21 f.; WUNDT, Grundr. d. Psychol.5,
1902, S. Grundr. d. PsychoL, 1893, S. 328.
Konditionalismas s. Bedingung (VERWORN).
Konformismus nennt VON DER PFORDTEN den Standpunkt, nach
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften