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Handwörterbuch der Philosophie
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Konjektur — Konstabilierte Harmonie. 343 welchem das in den Normen Gedachte dem wahren Wesen der Dinge gemäß, konform sein muß. Es gibt eine Außenwelt, die wir erkennen, und unsere Be- griffe stehen in einer „bestimmten, gesicherten Beziehung zu dem nach wie vor unbekannten Wesen der Erscheinungswelt". Die Wirklichkeit ist nur durch „Konformitäten" erreichbar, deren es verschiedene Ordnungen gibt (Vorfragen der Naturphilos., 1907; Konformismus, 1910). — Vgl. Wahrheit, Wert. (conciectura): Vermutung. Nach CUSANUS ist alle menschliche Erkenntnis nur Konjektur, konjektural coniectur. 1). Konjunktive Urteile sind Urteile mit einem Subjekt und mehreren Prädikaten: S ist (ist nicht) Konklusion Schlußsatz, Folgerung. Vgl. Schluß. Konkret s. Abstrakt. Können s. Möglichkeit, Potenz, Willensfreiheit. Vgl. HÖFLER, Grund- iehren der Logik, 1890, S. 45 f. (K. = Negation einer Unverträglichkeitsrelation). Vgl. R. GOLDSCHEID, Grundlinien zu einer Kritik der Willenskraft, 1905. — Vgl. Sollen (KANT). Konnex (connexus): Verknüpfung, Zusammenhang. Konnotativ s. Name. Konsekutiv s. Merkmal. Konsequenz (consequentia): Folge, Folgerichtigkeit im Denken, auch im Werten, Wollen und Handeln. Die logische, theoretische K. ist ein Postulat, eine Norm, ein Ideal für das Denken überhaupt, welches nur dann wahres, logisches Denken ist, wenn die Momente des Denkprozesses sich stetig aus anderen Momenten ergeben, ihnen nicht widersprechen. Auch die Anwendung der Denknormen sowie der Erkenntnisprinzipien auf den Erfahrungsinhalt muß konsequent, einheitlich erfolgen, so daß nirgends Lücken oder Ausnahmen ge- duldet werden (vgl. Kausalität). So müssen z. B. die für den Standpunkt der äußeren Erfahrung geltenden Forschungs- und Betrachtungsweisen konsequent auf alles ausgedehnt werden, was Gegenstand dieser werden ebenso konsequent ist dann auch der (psychologische) Standpunkt der innern oder unmittelbaren Erfahrung festzuhalten. Vgl. F. C. S. SCHILLER, Formal Logic, Vgl. Parallelismus, Charakter. Konsonanz: „Zusammenstimmen", Verschmelzung von Tönen und Klängen zu harmonischer Einheit (STUMPF), abhängig von bestimmten Ver- hältnissen der Schwingungszahlen der Töne bzw. der Anzahl gleicher Ober- töne verschiedener Grundtöne. Vgl. HELMHOLTZ, Die Lehre von den Ton- empfindungen4, 1896, S. 581 ff.; STUMPF, Tonpsychologie II, 1883—90; Konso- nanz u. Dissonanz, 1898; LIPPS, Psych. Studien2, 1905; Zeitschr. f. 1901 (K. = unbewußte Rhythmik, rhythmische Übereinstimmung); F.KRÜGER, Archiv f. d. gesamte Psychol., 1903; Psych. Studien II (K. auf schwebungs- freie Differenztöne WUNDT, Grdz. der phys. Psychol., 1903, II». 422 ff. Vgl. Schwebung. Konstabilierte Harmonie s. Harmonie (SWEDENBORG, regni animalis, 1740).
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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