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Handwörterbuch der Philosophie
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Lachen Leben. Lachen, Lächerlich s. Komisch. Über das L. als bewegung vgl. DARWIN, Der Ausdruck der Gemütsbewegungen, deutsch in der „Univ.-BibL"; HECKER, Physiologie u. Psychologie des Lachens u. des Komischen, 1873; WUNDT, Grundz. d. physiol. Psychologie III6, 1903, 293. s. Entwicklung. Langweile s. Zeit. Vgl. E. TARDIEU, 1903. Geist ist das Ideal eines umfassenden Erkennens, welches durch eine analytische Formel alles Geschehen in der Natur, ver- gangenes wie zukünftiges, erfassen würde Essai sur les pro- 1814; vgl. Reden I, 131 f.). Gegensatz zur Tugend (s. d.), unsittliches, vom willen verworfenes, mißbüligtes Verhalten. Vgl. KANT, Tugendlehre. VgL Sittlichkeit. Breite), heißen teils Menschen mit laxen, bieg- samen Grundsätzen (im Gegensatz zu den „Rigoristen"), teils die Anhänger einer freieren, die Gegensätze der Konfessionen überwindenden Religion (im 18. Jahrhundert) eines philosophisch modifizierten Christentums (CUD- u. a.). Leben vita) ist ein Begriff, in welchem den stetigen Ver- lauf und Zusammenhang organischer Funktionen zusammenfassend fixieren. Im weiteren Sinne umfaßt der Lebensbegriff das physische wie das geistige, das natürliche wie das kulturelle L., das L. des Einzelnen wie der Gesamtheit (individuelles, soziales L.), das organische Leben im engeren Sinne wie das kosmische, universale „Leben". Im engeren Sinne ist das Leben der Zu- sammenhang und Ablauf der Reaktionen von biologischen Organismen d.), von Reaktionen, Funktionen, Prozessen, durch welche ein Organismus (Lebe- wesen) im fortwährenden, stationären Stoff- und Energiewechsel seine Grund- form, sein „Gefüge", seinen auf inniger Wechselwirkung und Koordination be- ruhenden innern Zusammenhang erhält oder immer wieder herstellt, bis die äußeren, zersetzenden Kräfte das Übergewicht erhalten, die „Assimüation" auf- hört und Zerfall (Tod) eintritt. Lebensfunktionen sind Assimüation (Ernährung), Wachstum, Regeneration, Restitution, Differenzierung, Fortpflanzung, Be- wegung aus inneren Impulsen, Empfindung, Streben usw. Alle Lebensprozesse haben, sofern sie Gegenstand der äußeren Erfahrung sind, eine physische Seite und lassen sich immer genauer und umfassender physikalisch-chemisch betrachten erforschen, ohne daß irgendwo Halt gemacht werden muß und das Wirken einer „Lebenskraft" anzunehmen wäre. Anderseits stellt sich aber das Leben, wenigstens bei uns selbst, auch als Äußerung Fak- toren dar, es hat von „innen" gesehen, unmittelbar betrachtet, eine psychische Seite, und wir können annehmen, daß eine solche auch bei den niedrigsten Lebewesen nicht fehlt, mag hier das Psychische auch noch so primitiv sein, etwa in dumpfen, triebhaften Reaktionen auf Reize bestehen. Methodologische und erkenntniskritische Prinzipien und Forderungen verbieten es aber, psy- chische Faktoren als U r s a c h e n von oder Richtungs-
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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