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Handwörterbuch der Philosophie
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Objekt. 451 als in Gott and Philonous, deutsch vgl. MALEBRANCHE). Als Empfindungskomplexe faßt die Objekte auch HUME auf, ohne aber eine selbständige Realität absolut zu leugnen (Treatise IV, sct. 2). Einen idealistischen Posi- tivismus vertritt später J. ST. MILL. Nach ihm sind die nur „permanente Wahrnehmungsmöglichkeiten" (Examination of Philosophy, 1865, K. 11). Dies sind sie auch nach E. LAAS, nach dessen „Korrelativismus" die Dinge zwar nicht „in uns", aber „in Beziehung zu uns, die wir in Beziehung zu ihnen sind", existieren, als Gegenstände für ein empirisches „Bewußtsein überhaupt" u. Positivismus III, 1884, 45 ff.). Nach H. CORNELIUS ist die Außenwelt nur ein Inbegriff gesetzmäßiger Zusammenhänge von Wahr- nehmungen (Einleit. in die Philosophie, 1903, S. 257 ff.). Wie schon reduziert E. MACH Objekt und Subjekt auf Komplexionen einheitlich gegebener „Elemente" (s. die in bezug auf den wahrnehmenden Organismus „Emp- findungen" heißen. Objekte sind nur „abkürzende Gedankensymbole Gruppen von Empfindungen . . ., Symbole, die außerhalb unseres Denkens nicht existieren", Empfindungskomplexe und nichts anderes; die Beziehung auf Dinge an sich ist eine Fiktion (s. Ding, Physisch). Auf „reduzierte Empfin- dungen" führt TH. ZIEHEN die Objekte zurück Erkenntnistheorie, S. 2 ff., 2. A. 1907). lehren VERWORN, VAIHINGER, nach welchem Ob- jekt und Subjekt nur „Fiktionen" sind, u. a. (s. Ding). Nach R. AVENARIUS. sind Ich und Umgebung beide ein „Vorgefundenes" von steter wobei das Ich das „Zentralglied" einer „Prinzipialkoordination" ist. Das „natürliche Weltbild" kennt keine „Introjektion" (s. d.), keine Hinein- verlegung von Objekten in das Bewußtsein und des Vorstellens in Subjekte, sondern „Aussageinhalte", die von Individuen „abhängig" sind, und zu diesen Inhalten gehören die als „sachhaft" bezeichneten, die also nicht unabhänigig von erlebenden Einheiten existieren f. wissensch. Philos., 18. Bd.; Kritik d. reinen Erfahrung, 1888—90, II; Der menschliche Weltbegriff, 1891, S. 77 ff.). J. PETZOLDT erklärt positivistisch: „Es gibt keine an sondern nur eine für uns. Ihre Elemente sind nicht Atome oder sonstige absolute Existenzen, sondern Farben-, Ton-, Druck-, Raum-, Zeit- usw. Trotzdem sind die Dinge nicht bloß subjektiv, nicht bloß Bewußtseinserscheinungen, vielmehr müssen wir die aus jenen Elementen zusammengesetzten Bestandteile unserer Umgebung in derselben Weise wie während der Wahrnehmung fortexistierend denken, auch wenn wir sie nicht mehr wahrnehmen" (Das 1912). Von KANT (S. unten) ausgehend, begründet J. G. FICHTE einen in gewissem Sinne Idealismus, der aber später vollends in objektiven Idealis- mus übergeht. Er betont: „Kein Subjekt, kein Objekt; kein Objekt, kein Subjekt." Das „absolute Ich" setzt in sich dem Ich ein Nicht-Ich gegenüber. Die Außenwelt ist so eine (unbewußte) „Tathandlung" des Geistes, des „Ich", dessen ins Unendliche gehende Streben infolge eines „Anstoßes" sich begrenzt. Der Grund der Setzung einer Außenwelt ist ein praktischer, ethischer: das Ich braucht eine um zu handeln, um das, was es soll, seine Pflicht zu erfüllen. Die Außenwelt ist das „versinnlichte Materiale unserer Pflicht", „Objekt und Sphäre meiner Pflichten, und absolut nichts anderes". Das Ich selbst „macht durch sein Handeln das Objekt". Es kann sich aber nicht selbst eine freie Wirksamkeit in der Sinnenwelt zuschreiben, ohne sie auch anderen Ichs zuzuschreiben, die es also anerkennen muß d. ges. Wissenschaftslehre, 29*
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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