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Handwörterbuch der Philosophie
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Objektivismus — jener auf solche Gegenstände als Ursachen der Wahrnehmung (vgl. Psychol. d. Erkennens I, 225 f. und dessen im zur psychologischen „Objektivationstheorie"). — Nach SCHOPENHAUER ist materielle eine ein für das Subjekt Werden des „Willens" (Die als Wille u. Vorstellung I. Bd., § 17 s. Idee). Vgl. KÜLPE, Die Realisierung I, 1912. Vgl. Urteil Wissenschaft (MÜNSTERBERG), Wahrnehmung. 1. Anerkennung objektiver, allgemeingültiger „an sich" gültiger) Wahrheiten, Werte, Normen, im Gegensatz zum „Subjek- tivismus". 0. sind PLATON, LEIBNIZ, KANT, HEGEL, BOLZANO, HUSSERL, COHEN, MÜNSTERBERG, RICKERT, MEINONG U. a. (vgl. Wahrheit, Wert); 2. Aufstellung objektiver (d. h. nicht zuständlich-subjektiver) Ziele und Maß- stäbe des sittlichen Handelns (z. B. Höherentwicklung, Kulturförderung, meinschaftsförderung). VgL Sittlichkeit, Gegenstandstheorie, Logik. Obreption: Erschleichung. Vgl. Subreption. Od nennt KARL VON REICHENBACH die von ihm angenommene, von den Gegenständen, insbesondere von den Organismen ausströmende, von „Sensitiven" empfundene Kraft („Odstrahlen"). Vgl. Odisch-magnetische Briefe2, 1856; sensitive Mensch, 1854; 2. A. 1910; Die odische Lohe, 1866; 2. A. 1909. Offenbarung revelatio, manifestatio): Kundgebung Verborgenen durch Zeichen, insbesondere Kundgebung des göttlichen Wesens und Willens in der Natur, in der Seele des Menschen, im Geistesleben, in Geschichte. Nach dem und Christentum insbesondere hat sich Gott durch besonders begnadete Persönlichkeiten offenbart. — Nach SPINOZA kann sich Gott nur durch den Geist des Menschen kundtun Traktat, K. u. 15). Nach LESSING ist „Erziehung, die dem Menschengeschlechte schehen ist und noch geschieht". Sie gibt dem Menschengeschlecht „nichts, worauf die menschliche Vernunft, sich selbst überlassen, nicht auch kommen würde; sondern sie gab und gibt ihm die wichtigsten dieser Dinge nur Zuletzt wird sich Gott rein durch die Vernunft offenbaren (Die Erziehung des Menschengeschlechts, 1781). Nach KANT gibt es nur eine einzige aber verschiedene Glaubensarten an göttliche Offenbarung, d. h. „verschiedene Formen der sinnlichen Vorstellungsart des göttlichen Willens, um ihm Ein- fluß auf die Gemüter zu verschaffen" (Der Streit der Fakultäten, 1798; Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, 1793; vgl. Religion). Nach FICHTE ist die 0. als ethisches Erziehungsmittel möglich (Versuch einer Kritik aller Offenbarung, 1792, § 5 ff.). Nach DE BONALD (Oeuvres, ist die die Quelle aller Kultur. — Nach L. FEUERBACH ist jede „nur eine Offenbarung der Natur des Menschen" (Das Wesen des Christentums, K. 22). — Vgl. ROUSSEAU, Emile IV; Über 1797; NIETHAMMER, Versuch einer Begründ. d. vernünftigen Offenbarungsglaubens, 1798; Della filosofia della rivelazione, 1856; A. DORNER, d. Religionsphilo- sophie, 1903, S. 144; HARNACK, Das Wesen des Christentums; H. Philosophie der Offenbarung, 1909. Vgl. Geschichte (SCHELLING). Okkasionalismus (occasionalisme, systema causarum System der Gelegenheitsursachen, nach welchem a) alle Einzelursachen
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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