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Handwörterbuch der Philosophie
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458 Okkultismus — Ökonomie. nur Anlässe für das Wirken Gottes sind (Motakallimun, AL GHAZALI u. a.; vgl. L. STEIN, Archiv f. Gesch. d. Philos. vgl. Ursache: LOTZE); b) die Wechselbeziehungen zwischen Leib und Seele nicht auf direkter Wechsel- wirkung beruhen, sondern von Gott (jedesmal oder von Anfang an) so ein- gerichtet werden, daß jeder physische Vorgang nur den Anlaß zur Erzeugung entsprechenden psychischen — und umgekehrt — durch Gott abgibt. Den bahnt DESCARTES durch seine Lehre von der Heterogenität der beiden Substanzen Geist und Körper an, deren Wechselbeziehungen der „Assi- oder „Mitwirkung" (assistentia, Gottes bedürfen (Epist. II, Okkasionalisten sind (Cours de philos. I, 123 ff.), CORDEMOY, DE LA FORGE U. a. Ferner GEULINCX, der davon ausgeht, daß wir das, dessen wir uns nicht bewußt sind, daß und wie wir es tun, nicht verursachen („quod nescis, quomodo fiat, id non facis"), so daß unser Wille nicht die wahre Ursache der Leibesbewegung ist, die durch Gott mit Willen in Korrespondenz gebracht ist. Seele und Leib verhalten sich wie Uhren, die ständig miteinander in Übereinstimmung gebracht werden I, sct. II, § 2; annot., S. 204 ff.). Nach MALEBRANCHE ist Gott der „Ort der Geister" und enthält zugleich die Ideen (Urbilder) der Dinge. In allem ist Gott das wahrhaft Wirkende. Jedes Geschehen ist nur Anlaß für Auftreten eines andern („Deus re vera causa est quae sunt vel fiunt; creaturae non sunt nisi causae occasionales"; De la de la 1675; latein. 1685; Oeuvres, 1712). SPINOZA ersetzt den durch den „Parallelismus" (s. d.), LEIBNIZ durch die prästabilierte Harmonie Vgl. SCHOPENHAUER, Die als Wille u. Vorstellung I. Bd., § 26; LOTZE, 1896 f.; WINDELBAND, Die Lehre vom Zufall, 1870, 10. — Vgl. Ursache. Okkultismus (Geheimwissenschaft, „Grenzwissenschaft", Xenologie") sich die Forschung nach dem „Okkulten", dem durch die gewöhnliche Wissenschaft noch nicht Erkannten oder Anerkannten in Natur und Geistes- leben, dessen Ursachen sich den Sinnen und der gewöhnlichen Erfahrung ent- ziehen. Vom Spiritismus (s. d.), mit dem er sich zuweilen verbindet, ist der unterschieden, ebenso von der Theosophie (s. d.). VgL AGRIPPA, De philosophia, 1531 f.; KIESEWETTER, Geschichte des neueren 0., 1891—94; 2. A. Der des Altertums, 1895—1896; L'occultisme et le spiritualisme3, 1911; „Sphinx" (1886—1895), „Neue Metaphys. Bundschau", „Zeitschrift für Xenologie" u. a. Vgl. H. FREIMARK, Die okkul- Bewegung, 1912. Ökologie heißt die Biologie als Lehre von der Lebensweise und den Lebensbedingungen der Organismen. Ökonomie: Wirtschaftlichkeit, wie auch die Wissenschaft von der Wirt- Das Prinzip der Ö. ist das des Sparens mit den vorhandenen Energien im Sinneder Erreichung größtmöglicher Leistungen mit den geringsten Mitteln, dem Kraftaufwand, Energieverbrauch. Im Sinne der Ö. ist die bestmög- liche, optimale Verwendung von Energie („Energetischer Imperativ": OSTWALD). Es gibt eine Ö. im Organischen, Psychischen, eine Willens- und Denkökonomie, usw. wirkt entlastend, sie macht Energie disponibel, für die die Produktion verfügbar. Für die Soziologie ist von großer Bedeutung die (s. unten).
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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