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Handwörterbuch der Philosophie
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Optische Täuschung — Ordnung. kxeXvo xovxov fiepug de dgäv äXXo xb Timaeus 30 A). Die ist (xeXeov) Wesen (Tim. 30 A, 32 D), ein „seliger Gott" (1. c. vgl. 92 B). Mit seiner Teleologie (s. Zweck) ist auch ARISTOTELES als Opti- mist anzusehen. Insbesondere begründen den die Gott, die nunft und Vorsehung des Alls, lenkt alles zum Guten (KLEANTHES, auf Zeus, Stobaeus Ecloga I, 30). Alles ist durch die Vorsehung geordnet und die Übel (s. d.) erhöhen indirekt die Vollkommenheit des Ganzen (s. Übel). Auch PLOTIN, nach dem alles vom göttlichen „Einen" ausgeht das Böse (s. d.) nur negativer Art ist und meist zum Guten führt, ist Optimist (Ennead. III, 2, 5). Den 0. vertreten ferner BOETHIUS (De consolatione II), AUGUSTINUS, THOMAS VON AQUINO, NICOLAUS CUSANUS, GIORDANO BRUNO, SPINOZA, SHAFTESBURY, POPE, die deutschen LESSING, HERDER, GOETHE U. a. Systematisch begründet den 0. nach welchem die unter allen möglichen, die Gott bei der ideell vorlagen, die beste ist. Sie muß es sein, denn Gott als das Vollkom- menste kann nur das Beste vom Möglichen wählen. Daß Gott eine der Mög- lichkeit nach doch vollkommenere nicht gekannt oder nicht habe können oder wollen, widerspricht den Attributen Gottes. Gott hat alles so geschaffen, daß es schließlich zum Guten führt und daß das Reich der mit dem der Gnade in Harmonie steht. In einer endlicher Wesen sind Übel (s. d.) unvermeidlich, aber sie dienen höheren Zwecken (Theodizee mr Monadologie, 90; Principe de la nature, 19). Gegen diesen wenden sich VOLTAIRE (Candide ou l'optimisme, 1756) und SCHOPENHAUER, der den für eine „ruchlose Denkungsart" hält (s. Pessimismus). KANT lehnt eudämonologischen (den er selbst früher vertrat: Versuch einiger Betrach- tungen über den 1759) ab, glaubt aber an den menschlichen sind FICHTE (WW. V, 408), HEGEL, nach dem „alles Wirkliche vernünftig" ist (s. Panlogismus), CHR. KRAUSE, LOTZE, FECHNER, (Der Wert des 1904), J. DUBOC (Der Optimismus, 1881), ÖLZELT- NEWTN (Kosmodicee, 1877), E. METSCHNIKOFF (Beiträge zur Optimist. Welt- anschauung, 1908; Studien über die Natur des Menschen, 1910), (s. Leben), GUYAU, L. STEIN (sozialer Der soziale 0., 1905) u. a. Einen „teleologischen" 0. (Aussicht auf Erlösung der verbindet mit dem monologischen" Pessimismus (s. d.) E. v. HARTMANN. Zum (s. d.) bekennen sich G. ELIOT, P. CARUS, JAMES, GIZYCKI, R. UNOLD U. a. H. LORM kommt trotz des „wissenschaftlichen Pessimismus" (Unerkennbarkeit des Ursprungs und Zwecks des Daseins) zu einem losen Optimismus", zur Freude darüber, daß der Endlichkeit die Unendlich- keit mit ihren Verheißungen gegenübersteht (Der grundlose Optimismus, 1897).- PRANTL, Über die Berechtigung des 1880; GASS, 0. u. 1876; MÜNSTERBERG, Philos. der Werte, 1908. s. Sinnestäuschung. Ordnung ordo) ist Verknüpfung, Gruppierung, Anreihung (realen oder ideellen) Elementen, Einheiten in der Weise, daß jedes Glied bestimmte, eindeutige Stelle in der Gruppe oder Reihe einnimmt oder daß irgendwie (von irgendeinem Gesichtspunkt aus) Zusammengehörige . . .) entsprechende Stellen zugewiesen bekommt. Zuordnung
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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