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Handwörterbuch der Philosophie
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Paramnesie — Pasigraphie. 477 daß das Ich ohne reale Außenwelt existieren könnte, hält KANT entgegen, daß das Selbstbewußtsein schon das Objektbewußtsein zum Korrelat habe. Der „dialektische Schein" in der rationalen Psychologie beruht überhaupt auf der Verwechslung einer Idee der Vernunft mit dem ganz unbestimmten Begriffe denkenden Wesens überhaupt. Ich verwechsle die „mögliche Abstrak- tion von meiner empirisch bestimmten Existenz mit dem vermeinten Bewußt- sein einer abgesondert möglichen Existenz meines denkenden Selbst, und glaube das Substantiale in mir als das transzendentale Subjekt zu erkennen, indem ich bloß die Einheit des Bewußtseins, welche allem Bestimmen, als der bloßen Form der Erkenntnis zum Grunde liegt, in Gedanken habe" (Krit. d. rein. Vern., S. 293 ff.). — Nach BERGSON ist die Lehre vom psychophysischen ein „psychophysischer (vgl. Revue de de morale, 1904). VgL Seele, Selbstbewußtsein, Ich. Paramnes ie (Erinnerungsfälschung, „fausse memoire"): Verwechselung des Neuen mit schon Erlebtem, wobei das Wahrheit Neue, Fremde als be- kannt, erlebt aufgefaßt wird. „Am nächsten liegt die Annahme, daß durch die neuen Eindrücke frühere ihnen ähnliche Erlebnisse unbestimmt und teilweise reproduziert werden, daß die angeregten Vorgänge über und unter der Schwelle sich mit dem neuen Eindruck vermengen und das Bekanntheitsgefühl er- zeugen . . . Vielleicht aber ist es lediglich ein Gefühl des veränderten Vor- einer durch die Gehirnerkrankung bedingten Erleichterung" Das Gedächtnis2, 1911, S. 124 f.). Vgl. RIBOT, Das Gedächtnis, 1882; PICK, Archiv f. Psychol. VI; JAMES, Princ. of Psychol., 1890, I, 675; JODL, Lehrbuch d. Psychol., 1909, 155 ff. Paranoia Verrücktheit, Irrsinn. VgL KRAEPELIN, Psy- chiatrie8, 1909. s. Aphasie. abnormes Empfinden, Störung des Empfindens durch eine spontane Erregung (vgl. RIBOT, Maladies de la per- 1908, S. 105 ff.). Parole inneres, stilles Sprechen beim Denken, Schreiben, Lesen. Vgl. V. EGGER, La parole 1881. Vgl. Sprache. Partikular (particularis): besonders, auf das Besondere sich beziehend. P. Urteile sind Urteile von der Form: Einige S sind (bzw. sind nicht) P. Es gibt partikulär bejahende (Symbol: i) und verneinende (Symbol: o) Urteile. Vgl. ARISTOTELES, Analyt. prior. 24 a 17 — kv SIG- WART, Logik I4, 1911; DRIESCH, Ordnungslehre, 1912, S. f.; E. J. HAMIL- TON, Erkennen u. Schließen, 1912. Partition (partitio, Einteilung, insbesondere Einteilung des Inhalts eines Begriffs in die Teilvorstellungen (Merkmale). Vgl. Einteilung. Gegenwart, insbesondere Gegenwart der „Ideen" <s. d.) in den Erscheinungen, welche an den Ideen teilhaben (Methexis; vgl. PLATON, Phaedo, 100 C). Vgl. TEICHMÜLLER, Geschichte des Begriffs der P.; Aristotelische Forschungen 1874. Pasigraphie Universalschrift, Begriffsschrift mit ein-
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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