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Handwörterbuch der Philosophie
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— Quantität. 527 („Urteil des Daseins"). Gegen die Einteilung des Urteils nach der Qual.:: SCHUPPE U. a. VgL E. J. HAMILTON, Erkennen u. Schließen, 1912. des Prädikats heißt (seit W. HAMILTON, Lectures IV, 251 ff.) die Einschränkung des Begriffsumfangs des Prädikats in der daß er dem des Subjekts gleich und das Urteil zu einer Gleichung Subjekt und Prädikat wird, wodurch alle Schlußgesetze auf eines redu- ziert werden und eine mathematische, symbolische Logik (s. d.) wird. Ansätze dazu schon im Mittelalter, ferner bei G. BENTHAM. Vgl. BOOLE, The Analysis of Logic, Symbolic Logic, 1881; HILLEBRAND, Die neuen Theorien der Schlüsse, 1891, S. 91 ff.; WUNDT, Logik 1906 (Kritik der Theorie); E. J.- HAMILTON, Erkennen u. Schließen, 1912. Vgl. Urteil. Quantität (quantitas, Menge, Größe (als Eigenschaft des „eine- Größe haben" und als bestimmte Größe, „quantum") im weiteren Sinne (umfassend auch stetige und diskrete, extensive und intensive Größen, die Zahl). Die die Bestimmtheit des „wie groß", „wie viel", ist ein Grundbegriff, der auf Zusammenfassung (Synthese) von apperzeptiv-denkend gesetzten oder fixierten Teil-Einheiten zu komplexen Einheiten (Menge, Anzahl usw.), des Näheren auf der vergleichend-messenden Funktion, beruht. Alles, was Gegenstand der these eines gleichartigen Mannigfaltigen zur Einheit werden kann, hat insofern und „a priori" eine Größe. Die quantitativen Relationen der Objekte, welche die Naturwissenschaft (s. d.) die Qualitäten (s. d.) der Dinge zurück- führt, der Gesetzlichkeit des vergleichenden, messenden, konstruierenden Bewußtseins, einer vom subjektiven Belieben unab- hängigen, streng allgemeingültigen Gesetzlichkeit, welche eine Bedingung exakter Erkenntnis bildet. Doch darf nicht vergessen werden, daß alle Quanten von etwas sind, was nicht selbst nur quantitativ, sondern ist, nur daß eben von der Qualität methodisch abstrahiert wird; so ist quantitative zwar theoretisch und praktisch zweck- mäßig, aber abstrakt-einseitig (vgl. Ding an sich, Panpsychismus). Den Begriff der Qu. erörtern ARISTOTELES, der sie als „Kategorie" (s. d. bestimmt (vgl. Metaphys. V 13, 1020 a 7), PLOTIN (Ennead. VI, 3, 11), die Scholastiker („quantum" ist „quod est divisibile in ea, quae ist „quantitas continua THOMAS; vgl. SUAREZ, Metaphys. disput. 40, sct. 1 ff.), KEPLER, nach welchem die Qu. die erste Bestimmtheit der stanz ist und alles in der Natur quantitativ zu betrachten ist (so nach GALI- LEI, HOBBES, DESCARTES, Princip. philos. II, 8, LEIBNIZ, HUYGENS, LOCKE, NEWTON U. a.), LEIBNIZ (Philos. Hauptschriften I, 55, 72), CHR. WOLFF rationalis, § 348), KANT U. a. Nach KANT ist die Qu. eine Klasse von Kategorien (s. d.), Einheit, Vielheit, Allheit. Der Begriff der Größe ist das „Bewußtsein mannigfaltigen Gleichartigen in Anschauung überhaupt, sofern dadurch die Vorstellung eines Objekts zuerst möglich wird". Es ist nämlich die nehmung eines Objekts nur durch dieselbe „synthetische Einheit des faltigen der gegebenen sinnlichen Anschauung" möglich, wodurch die „Einheit der Zusammensetzung des mannigfaltigen Gleichartigen im Begriff einer gedacht wird", d. h, es steht a priori fest: „die Erscheinungen sind Größen, und zwar extensive Größen, weil sie als Anschauungen im
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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