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534 Baum.
Produkt der Verschmelzung der Empfindungsqualitäten mit qualitativen Lokal-
zeichen, von den Orten der Reizeinwirkung abhängen, und intensiv abge-
stuften die durch die Beziehung der gereizten Punkte
zum Netzhautzentrum bestimmt sind. Der Prozeß optischer Raumanschauung
ist eine „Ausmessung des mehrfach ausgedehnten Lokalzeichensystems der
Netzhaut durch die einförmigen Lokalzeichen der Bewegung", eine „assoziative
Synthese" (Grundr. d. Psychol.6, 1902, S. 123 Grdz. d. physiol. Psychol.
II8, 1903, 439 ff.). zum Teil lehrt TH. LIPPS (Psychol. I,
1905, ff.). — •
Die (absolute Realität, Transzendenz) des lehren
die meisten Realisten (s. d.), wobei manche auch die reale Existenz eines ab-
solut leeren Raumes annehmen). So die Pythagoreer, DEMOKRIT (S. Atom),
ARISTOTELES, welcher den R. als die Grenze des umschließenden Körpers
gegen umschlossenen definiert (xb ngcoxov xcov exaoxov,
Phys. IV 2, 209 b 1; kein leerer R., IV, 6), die Stoiker (Diogen. Laert. VII,
140), EPIKUR U. a. Ferner die Scholastiker („terminus immobilis
THOMAS), von denen SUAREZ den R. als real fundiertes Gedanken-
ding („ens rationis" bestimmt, Metaphys. disput. 51, sct. 1 f.), CAMPANELLA
(De sensu rerum I, 12), G. BRUNO, DESCARTES (R. = Ausdehnung nach drei
Dimensionen; ist nur relativ leer; Princip. philos. II, 10 ff.), SPINOZA (S. Attribut),
LOCKE (R. ist Substanz oder nur Akzidens, Essay II, K. 13, § 11 ff.),
H. MORE (Enchiridion metaphys. C. 6 ff.), CLARKE, NEWTON (R. = das „sen-
der Gottheit; „absoluter", homogener, unbeweglicher R. außer dem
R.; philos., 1687, def. VIII), L. EULER sur
et le 1748, XIII, XV), HERDER, TRENDELENBURG (Logische
Untersuchungen, 1862, 162 ff.), W. ROSENKRANTZ (Wissenschaft des
Wissens, 1868, II, ff., 220 ff.), L. FEUERBACH (WW. II, 255 X, 187),
UEBERWEG (Logik, S. f.; und Lebensansch., 1889, S. 54),
RING, CZOLBE, v. KIRCHMANN, J. H. FICHTE (Psychol., 1864 f., I, 28,
337 ff.: R. als Produkt dynamischer Ausdehnung), FORTLAGE (System der
Psychol., 1855, I, 242 ff.), ULRICI, CHR. PLANCK, CASPARI,
E. v. HARTMANN (Kategorienlehre, 1906, S. 114 ff.), A. DÖRING (Über Zeit
u. Raum, 1894), A. DORNER, W. FREYTAG, DÜRR, JERUSALEM, V. KRAFT
u. a. (s. Realismus, Materialismus).
Daß der Raumvorstellung etwas an sich entspricht, lehren HOBBES, nach
welchem der abstrakte R. ein „Imaginäres", ein „Phantasma" ist (De corpore,
C. 3; 7), BROOKE, E. LAW, BURTHOGGE, LEIBNIZ, nach welchem der R. die
Ordnung Zugleichseins („ordre de coexistence", eine „Ordnung von Situ-
ationen", etwas Ideelles, Phänomenales ist, dem an sich Verhältnisse der
„Monaden" zugrundeliegen (Philos. Hauptschriften I, 53 ff., ff.,
Opera ed. Erdmann, S. 461), CHR. WOLFF (R. „Ordnung der Dinge, die
zugleich sind", Gedanken von Gott . ' . . ,§ 46), CRUSIUS (R. = das
„Abstraktum der Existenz", Vernunftwahrheiten, 1753, § 48 ff.), LAMBERT
(R. ein „reeller Schein", Neues Organon, 1764), PLOUCQUET (R. ist an
sich Inhalt des göttlichen Bewußtseins, Princip. de 1753, c. 12,
§ 294 ff.), EBERHARD, TIEDEMANN, HERBART (R. ist „objektiver Schein",
eine „zufällige Ansicht" von Beziehungen der „Realen", die in einem „in-
telligiblen Raum" zu denken sind, Allgemeine Metaphys. II, 1828/29), BE-
NEKE (Metaphys., 1822, S. 225), LOTZE f.; III8, 487 ff.),
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften